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Amtsgericht Köln, Urteil vom 15.04.1983
221 C 503/82 -

Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus rechtfertigt keine fristlose Kündigung

Vermieter muss zunächst Beseitigung der Gegenstände verlangen

Stellt der Mieter einer Wohnung Gegenstände im Treppenhaus ab, so stellt dies keinen Grund zur fristlosen Kündigung dar. Der Vermieter muss zunächst die Beseitigung der Gegenstände aus dem Treppenhaus verlangen. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln hervor.

In dem zu Grunde liegenden Fall wurde dem Mieter einer Wohnung fristlos gekündigt, weil er Gegenstände außerhalb seiner Wohnung im Treppenhaus abstellte. Da er sich jedoch weigerte auszuziehen, erhob der Vermieter Klage auf Räumung und Herausgabe der Wohnung.

Anspruch auf Räumung und Herausgabe der Wohnung bestand nicht

Das Amtsgericht Köln entschied gegen den Vermieter. Er habe keinen Anspruch auf Räumung und Herausgabe der Wohnung gehabt. Denn die fristlose außerordentliche Kündigung sei unwirksam gewesen. Zwar sei das Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus selbst dann nicht vertragsgemäß, wenn sie niemanden stören. Jedoch führe dies nicht dazu, dass dem Vermieter die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar werde. Es sei ihm zuzumuten, dass er zunächst die Beseitigung der Gegenstände aus dem Treppenhaus verlangt.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 06.03.2013
Quelle: Amtsgericht Köln, ra-online (zt/WuM 1984, 2/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)
Jahrgang: 1984, Seite: 2
WuM 1984, 2

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 15366 Dokument-Nr. 15366

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