wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Samstag, 21. September 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(1)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 18.08.2009
57 C 14613/08 -

Vorlage von Negativen kann als Nachweis der Urheberschaft für ein Foto dienen

Fotograf steht Anspruch auf Schadenersatz im Wege der Lizenzanalogie zu

Kann ein Starfotograf die Negative zu einem Fotoshooting vorlegen, so spricht dies dafür, dass er auch der Fotograf der Bilder ist. Wird ein Bild des Shootings unberechtigt genutzt, so steht dem Fotografen ein Anspruch auf Schadenersatz nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie zu. Dies hat das Amtsgericht Düsseldorf entschieden.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Im Juni 2008 bot eine Frau über eine Auktionsplattform im Internet eine Foto-Autogrammkarte einer bekannten Schauspielerin an. Ein Starfotograf behauptete daraufhin, er sei der Fotograf des Bilds und ließ die Frau abmahnen. Zudem erhob er Klage auf Erstattung der Abmahnkosten und Zahlung von Schadenersatz.

Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten bestand

Das Amtsgericht Düsseldorf entschied zu Gunsten des Fotografen. Diesem habe ein Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten zugestanden. Denn es hab einiges dafür gesprochen, dass er der Fotograf des Fotos war. So habe der Fotograf die Original-Negative aus dem Fotoshooting vorgelegt, in dem auch das betreffende Foto gemacht wurde. Dies habe nach den gewöhnlichen Lauf der Dinge darauf hingedeutet, dass er bei dem Shooting der Fotograf war. Hinzu sei gekommen, dass er ein bekannter Starfotograf war. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ist das Gericht von einem Anscheinsbeweis dahingehend ausgegangen, dass der Fotograf Urheber des Fotos war.

Vorliegen eines Schadenersatzanspruchs

Darüber hinaus habe dem Fotografen nach Auffassung des Amtsgerichts gemäß § 97 UrhG ein Anspruch auf Schadenersatz nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie zugestanden. Der Fotograf sei so zu stellen gewesen, als wäre die Auktion mit der Autogrammkarte Gegenstand eines Lizenzvertrags gewesen. Er habe daher die Lizenzgebühr verlangen können, die verständige Vertragspartner vereinbart hätten. Das Gericht bezifferte diesen Betrag mit 100 € für das Foto.

Aufschlag von 30 bzw. 100 %

Zusätzlich habe er einen Aufschlag von 30 % verlangen können, so das Amtsgericht weiter, da das Foto eine bekannte Schauspielerin gezeigt habe. Es sei nämlich zu beachten gewesen, dass sich Schauspieler regelmäßig nur gegen eine Vergütung fotografieren lassen. Zudem sei der Aufwand höher als bei Produkt- oder Landschaftsfotografien. Ein weiterer Zuschlag von 100 % habe sich aus der fehlenden Urheberbezeichnung ergeben.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 10.02.2014
Quelle: Amtsgericht Düsseldorf, ra-online (vt/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Schadensersatzrecht | Urheberrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht Rechtsprechungs-Report (GRUR-RR)
Jahrgang: 2010, Seite: 165
GRUR-RR 2010, 165
 | Zeitschrift: Multimedia und Recht (MMR)
Jahrgang: 2009, Seite: 871
MMR 2009, 871
 | Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht Rechtsprechungsdienst (ZUM-RD)
Jahrgang: 2010, Seite: 95
ZUM-RD 2010, 95

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 17658 Dokument-Nr. 17658

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil17658

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH



Werbung