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Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom 13.12.2015
321 S 24/14 -

Grund­stücks­eigen­tümer hat Anspruch auf Kappung von Wurzeln eines nachbarlichen Baumes

Kein Anspruch auf Entfernung sämtlicher in Grundstück hineinwachsender Wurzeln

Wachsen die Wurzeln eines an einer Grundstücksgrenze stehenden Baumes in das Nachbargrundstück hinein und droht dadurch die Beschädigung einer Teichfolie, so besteht ein Anspruch auf Kappung der Wurzeln. Jedoch kann der Grund­stücks­eigen­tümer nicht die Kappung sämtlicher in sein Grundstück hineinwachsender Wurzeln beanspruchen. Dies hat das Landgericht Hamburg entschieden.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Auf ein Grundstück standen in unmittelbarer Nähe zur Grundstücksgrenze fünf Kiefern. Deren Wurzeln sind im Laufe der Zeit in das Nachbargrundstück hineingewachsen. Dies führte nunmehr dazu, dass die Pflasterung rund um einen Gartenteich an mehreren Stellen hochgedrückt wurde und dass eine Beschädigung der Teichfolie zu befürchten war. Der Eigentümer des betroffenen Grundstücks verlangte daher die Beseitigung sämtlicher Wurzeln auf seinem Grundstück sowie die Erneuerung der Pflasterung. Da sich der Nachbar dem verweigerte, erhob der Grundstückseigentümer Klage.

Anspruch auf Kappung der Wurzeln sowie Erneuerung der Pflasterung

Das Landgericht Hamburg entschied zu Gunsten des Klägers. Ihm stehe ein Anspruch auf Beseitigung der Kiefernwurzeln zu, soweit diese gegen die Teichfolie stoßen und diese zu beschädigen drohen. Einen weitergehenden Anspruch auf Entfernung sämtlicher auf seinem Grundstück befindlicher Kiefernwurzeln bestehe nicht, da dadurch der Bestand der Kiefern gefährdet sei. Darüber hinaus könne der Kläger die Wiederherstellung einer ordnungsgemäßen Pflasterung verlangen.

Beeinträchtigung der Benutzung des Grundstücks und des Eigentums durch Kiefernwurzeln

Durch die Kiefernwurzeln werde nach Ansicht des Landgerichts nicht nur die Benutzung des Grundstücks im Sinne von § 910 Abs. 2 BGB beeinträchtigt, sondern auch das Eigentum des Klägers im Sinne von § 1004 Abs. 1 BGB. Eine Duldungspflicht gemäß § 1004 Abs. 2 BGB bestehe nicht. Es sei zu beachten, dass ein Kappen der Wurzeln dort, wo sie an die Teichfolie stoßen, bei fachgerechter Ausführung keine Gefahr für die Kiefern darstelle. Zudem könne durch das Setzen einer Wurzelsperre auch künftige Beeinträchtigungen dauerhaft vermieden werden.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 26.01.2018
Quelle: Landgericht Hamburg, ra-online (zt/ZMR 2016, 324/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Grundstücksrecht | Nachbarrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift für Miet- und Raumrecht (ZMR)
Jahrgang: 2016, Seite: 324
ZMR 2016, 324

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 25442 Dokument-Nr. 25442

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Kommentare (2)

 
 
eono schrieb am 29.01.2018

Wenn Sie nicht mit der Natur leben wollen - von Jemanden

von Ihnen angepflanzt - dann fällen die Kiefer doch.

"Zudem könne durch das Setzen einer Wurzelsperre eine

weitere Beeinträchtigung dauerhaft vermieden werden"!

Das bestimmt.

Aber wie verhält sich die beleidigte Kiefer ohne ihre Wurzeln

bei dem nächsten Sturm? Orkan? oder ähnlichem?

Dann haben Sie "Beeinträchtigungen" anderer Art.

eono schrieb am 29.01.2018

Wenn Sie nicht mit der Natur leben wollen - von Jemanden

von Ihnen angepflanzt - dann fällen sie die Kiefer doch.

"Zudem könne durch das Setzen einer Wurzelsperre eine

weitere Beeinträchtigung dauerhaft vermieden werden"!

Das bestimmt.

Aber wie verhält sich die beleidigte Kiefer ohne ihre Wurzeln

bei dem nächsten Sturm? Orkan? oder ähnlichem?

Dann haben Sie "Beeinträchtigungen" anderer Art.

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