wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Montag, 22. Juli 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(2)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Wittlich, Urteil vom 25.10.2016
4b C 501/15 -

Grundstücks­eigentümer steht kein Anspruch auf Beseitigung eines nachbarlichen Holzstapels zu

Teilweiser Lichtentzug für Thuja-Hecke muss hingenommen werden

Ist ein direkt an der Grundstücksgrenze errichteter Holzstapel weniger als zwei Meter hoch, so muss dieser nicht entfernt werden. Der 3-Meter-Abstand gemäß § 8 Abs. 6 der Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz (LBauO RP) muss nicht beachtet werden. Dies gilt auch dann, wenn der Holzstapel zu einem teilweisen Lichtentzug für eine nachbarliche Thuja-Hecke führt. Dies hat das Amtsgericht Wittlich entschieden.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Im Jahr 2015 errichtete ein Grundstückseigentümer direkt an der Grenze zum nachbarlichen Grundstück einen Brennholzstapel mit einer Länge von acht Metern. Der Nachbar war damit nicht einverstanden. Er behauptete, dass der Brennholzstapel über zwei Meter hoch sei, und befürchtete, dass durch den Holzstapel seine direkt an der Grundstücksgrenze befindliche Thuja-Hecke Tageslicht entzogen werde. Der Nachbar verlangte daher, dass der Holzstapel mit einem Abstand von drei Metern zur Grundstücksgrenze errichtet wird oder zumindest auf eine Höhe von zwei Metern und einer Länge von drei Metern gekürzt wird. Da sich der Grundstückseigentümer weigerte dem nachzukommen, erhob der Nachbar Klage.

Kein Anspruch auf Beseitigung des Brennholzstapels

Das Amtsgericht Wittlich entschied gegen den Kläger. Ihm stehe gemäß § 1004 BGB kein Anspruch auf Beseitigung des Brennholzstapels bis zu einem Abstand von drei Metern zur Grundstücksgrenze oder auf Rückbau in einer Höhe von zwei Metern und einer Länge von drei Metern zu.

Abstandvorschrift gilt nicht für Holzstapel von weniger als 2 Metern Höhe

Der Brennholzstapel sei nach Auffassung des Amtsgerichts in zulässigerweise errichtet worden. Er unterfalle nicht der Abstandsvorschrift des § 8 Abs. 6 LBauO RP, da vom Holzstapel keine gebäudegleiche Wirkung ausgehe. Dies sei nur dann der Fall, wenn er eine Höhe von zwei Metern überschreite und seine Länge oder Breite bei drei Metern und mehr liege. Dies sei hier nicht der Fall. Die Beweisaufnahme habe gezeigt, dass die Höhe des Brennholzstapels bei unter zwei Metern liege. Zudem sei der Stapel nicht sehr breit und füge sich optisch in die Örtlichkeit ein.

Unbeachtlichkeit der Lichtentziehung

Da der Holzstapel zulässig errichtet worden sei, so das Amtsgericht weiter, sei es unbeachtlich, dass durch ihn der Thuja-Hecke des Klägers teilweise Licht entzogen wurde. Diese Beeinträchtigung sei von ihm hinzunehmen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass der Kläger selbst den erforderlichen Abstand bei der Anpflanzung der Hecke gemäß § 51 Abs. 1 des Landesnachbarrechtsgesetzes Rheinland-Pfalz nicht beachtet habe.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 12.05.2017
Quelle: Amtsgericht Wittlich, ra-online (vt/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Grundstücksrecht | Nachbarrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 24241 Dokument-Nr. 24241

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil24241

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH



Werbung