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Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 04.11.2020
14 U 81/20 -

Schmerzensgeld von 30.000 EUR nach Verkehrsunfall mit Todesfolge

Schmerzens­geld­anspruch geht auf Erben des Verstorbenen über

Wer bei einem Verkehrsunfall eine schwere Kopfverletzung erleidet, mehrere Tage nach dem Unfall noch ansprechbar ist, dann jedoch wegen Hirninfarkten ein Schwerstpflegefall wird und sich nicht mehr verständigen kann und schließlich nach etwa viereinhalb Monaten verstirbt, kann ein Schmerzensgeld von 30.000 EUR zustehen. Der Schmerzens­geld­anspruch geht auf die Erben des Verstorbenen über. Dies geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgericht Celle hervor.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Bei einem Verkehrsunfall im Jahr 2015 erlitt eine Frau eine schwere Kopfverletzung. Nachdem sie zunächst noch für rund 12 Tage bei Bewusstsein und ansprechbar war, erlitt sie nachfolgend Hirninfarkte. Die Unfallgeschädigte wurde aufgrund dessen zu einem schweren Pflegefall. Ihr war es nicht mehr möglich sich zu verständigen. Nach etwa viereinhalb Monaten verstarb die Unfallgeschädigte schließlich. Die Erben der Verstorbenen klagten nunmehr gegen die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers auf Zahlung von Schmerzensgeld.

Landgericht gab Schmerzensgeldklage statt

Das Landgericht Hannover gab der Schmerzensgeldklage der Erben statt. Der Verstorbenen habe ein Schmerzensgeldanspruch in Höhe von 55.000 EUR zugestanden, welcher auf die Kläger als Erben gemäß § 1922 BGB übergangen sei. Die Beklagte hielt die Schmerzensgeldhöhe für zu hoch angesetzt und legte daher Berufung ein.

Oberlandesgericht reduziert Schmerzensgeld auf 30.000 EUR

Das Oberlandesgericht Celle entschied zu Gunsten der Beklagten. Den Klägern stehe ein Schmerzensgeldanspruch in Höhe von lediglich 30.000 EUR zu. Dieser Betrag sei angesichts der vorliegenden Umstände angemessen.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 12.01.2021
Quelle: Oberlandesgericht Celle, ra-online (vt/rb)

Vorinstanz:
  • Landgericht Hannover, Urteil vom 21.04.2020
    [Aktenzeichen: 20 O 33/18]

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 29695 Dokument-Nr. 29695

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Kommentare (2)

 
 
Klarspüler schrieb am 12.01.2021

Danke für die umfangreiche Begründung der Frage, wo der substantielle Unterschied zwischen 30 und 50 tausend Euro liegt. Danke für die tiefschürfende Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Aufrechnen von Leben. Und Danke dafür, dass ihr so tolle Richter seit, die in jedem Moment solcher schwerwiegenden Fragen das richtiger Maß an Entscheidung parat habt.

 

Danke! Ich persönlich würde euch aber für den Rest eures Lebens in ein sibirisches Arbeitslager einweisen.

Dennis Langer antwortete am 15.01.2021

"Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz."

Angebliches Zitat von Aesop oder Aisopos, antiker griechischer Dichter von Fabeln und Gleichnissen (etwa um 600 v. Chr.)

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