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Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Urteil vom 22.06.2006
233 C 47/06 -

Graffiti-Schmierereien sind Mängel an der Mietsache

Beseitigungs­anspruch des Mieters

Ein großflächiges Graffiti an der Außenwand seines Hauses muss ein Mieter nicht hinnehmen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg hervor.

Im Fall beschwerten sich Berliner Mieter bei ihrem Vermieter wegen einer großflächigen Graffitischmiererei an der Außenfassade ihres Hauses. Bei Anmietung hatte sich die Hausfassade noch in einem optisch einwandfreien Zustand befunden. Nunmehr ist nahezu die gesamte Fläche der Außenwand im Bereich des Erdgeschosses großflächig mit Graffiti versehen. Die Mieter verlangten vom Vermieter die Beseitigung dieses Mangels.

Vermieter muss Graffiti beseitigen

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg verurteilte den Vermieter zur Beseitigung der Graffiti. Es sah in der Graffiti einen Mietmangel, denn der vertragsgemäße Zustand der Mietsache umfasse auch die Grundstücks- und Gebäudeteile, die zur gemeinschaftlichen Benutzung durch die Mieter und zum Zugang zur Mietsache bestimmt sind.

Mietgebrauch ist durch Graffitis beeinträchtigt

Das Haus mache jetzt einen verunstalteten und verwahrlosten Eindruck. Dieser schlechte Gesamteindruck des Hauses stelle eine Beeinträchtigung des Mietgebrauchs für die Mieter dar, die sich in ihrer Wohnung und in ihrem Haus wohl fühlen möchten. Die Mieter müssten den negativen Anblick des Hauses jeden Tag ertragen. Die Grenze einer hinzunehmenden Beeinträchtigung sei hier überschritten.

AG Charlottenburg widerspricht Auffassung des AG Leipzig

Das Amtsgericht Charlottenburg folgte ausdrücklich nicht der Auffassung des AG Leipzig, wonach bei einen Graffiti kein Mangel vorliege, wenn der Vermieter die Entstehung nicht verhindern könne (AG Leipzig, Urteil v. 27.09.2000 - 49 C 5267/00 - = WuM 2001, 237). Ein Mangel liege unabhängig vom Verschulden des Vermieters vor, wenn der tatsächliche Zustand nachteilig vom vertraglich vorausgesetzten Zustand abweiche. Äußere Einwirkungen begründen einen Mangel, wenn sie nicht vertraglich vorausgesetzt seien und zwar unabhängig davon, ob sie vom Vermieter als Eigentümer geduldet werden müssen. Der Vermieter müsse den Mangel beseitigen, auch wenn er für das Entstehen des Graffitis kein Verschulden trage.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 04.12.2006
Quelle: ra-online, AG Charlottenburg (vt/pt)

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Das Grundeigentum - Zeitschrift für die gesamte Grundstücks-, Haus- und Wohnungswirtschaft (GE)
Jahrgang: 2007, Seite: 227
GE 2007, 227
 | Zeitschrift: Mietrechtliche Mitteilungen. Beilage zu Mieter Magazin (MM)
Jahrgang: 2006, Seite: 298
MM 2006, 298
 | Zeitschrift: Neue Juristische Wochenschrift (NJW)
Jahrgang: 2007, Seite: 2647
NJW 2007, 2647
 | Zeitschrift: NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht (NJW-RR)
Jahrgang: 2007, Seite: 1024
NJW-RR 2007, 1024
 | Neue Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht (NZM)
Jahrgang: 2007, Seite: 484
NZM 2007, 484
 | Zeitschrift: Wohnungseigentum (WE)
Jahrgang: 2007, Seite: 209
WE 2007, 209

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 3442 Dokument-Nr. 3442

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