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Verwaltungsgericht Aachen, Urteil vom 09.01.2014
1 K 2155/13 -

Entlassung eines Lehrers aufgrund sexuell anzüglichen Chattens mit einer 16-jährigen Schülerin gerechtfertigt

Dienstvergehen betrifft Kernbereich der Dienstpflichten eines Lehrers und rechtfertige regelmäßig die Entlassung

Ein Lehrer auf Probe, der über soziale Netzwerke mit einer 16jährigen Schülerin privat chattet und dabei explizit sein sexuelles Interesse an dem Mädchen zum Ausdruck bringt, darf aus dem Beamtenverhältnis entlassen werden. Dies entschied das Verwaltungsgericht Aachen.

Dem Fall liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Der 40jährige Lehrer hatte über Monate privaten Kontakt mit einer seiner Schülerinnen und sie schließlich gebeten, mit ihm sexuell zu verkehren. Als es der Schülerin zu viel wurde und sie sich ihrer Schulleitung offenbarte, verbot ihm die Bezirksregierung Köln sofort die Führung der Dienstgeschäfte und entließ ihn schließlich aus dem Beamtenverhältnis.

Lehrer hält Entlassung für unverhältnismäßig

Der Lehrer hielt die Entlassung für unverhältnismäßig, weil das ihm vorgeworfene Verhalten auch durch Versetzung an eine andere Schule sanktioniert werden könne. Es habe nie körperliche sexuelle Kontakte zwischen ihm und dem Mädchen gegeben.

Handeln des Lehrers stellt gravierendes Dienstvergehen dar

Das Verwaltungsgericht Aachen geht demgegenüber in seinem Urteil von einem gravierenden Dienstvergehen aus. Ein Lehrer, der - gleich ob körperlich oder verbal - sexuellen Kontakt zu einer ihm anvertrauten Schülerin unterhalte, zeige, dass ihm die Befriedigung eigener Bedürfnisse wichtiger sei als die unbeeinträchtigte Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das Dienstvergehen betreffe daher den Kernbereich der Dienstpflichten eines Lehrers und rechtfertige selbst bei einem Lebenszeitbeamten regelmäßig die Entlassung.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 24.02.2014
Quelle: Verwaltungsgericht Aachen/ra-online

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Kommentare (1)

 
 
M. Frank schrieb am 03.03.2014

Wie bitte, der Lehrer hätte es richtiger gefunden, wenn man ihn an eine andere Schule versetzt hätte, statt ihn zu entlassen?

Vielleicht hatte er dabei insgeheim die Hoffnung, dass es an einer anderen Schule weniger aufmüpfige und redselige junge -vielleicht noch jüngere - Schülerinnen gegeben hätte, die ihm sexuell mehr entgegen gekommen wären. Gut, dass hier ein Gericht ihm zuvorkam. Was für ein Unrechtsbewusstsein hat dieser Mann? Er hat jedenfalls kein Anrecht mehr auf seine weitere Beamtenbesoldung und das ist gut so.

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