wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollst�ndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


kostenlose-Urteile.de
Samstag, 18. Mai 2024

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche



Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Kammergericht Berlin, Urteil vom 26.10.2006
22 U 193/05 -

Stehenbleiben an der doppelten Ampel: Haftung des Fußgängers, der bei rot die Fahrbahn betritt

Doppel-Ampelanlage: erste Ampel rot, zweite Ampel grün

Ein Fußgänger darf die Straße nicht kreuzen, wenn die Fußgängerampel rot zeigt. Daran ändert sich nichts, wenn die Fußgängerampel für die Gegenfahrbahn bereits grünes Licht zeigt.

Das Kammergericht Berlin wies die Klage eines Fußgängers ab, der die Fahrbahn bei für ihn rotem Ampellicht überquert hatte und auf dem zweiten von vier Fahrstreifen von einem Auto erfasst wurde. Der bei dem Unfall schwer verletzte Kläger hatte von dem Autofahrer Schmerzensgeld und Verdienstausfall auch in Form einer monatlichen Rente verlangt. Dies hatte er damit begründete, dass der Unfall ursächlich dafür sei, dass er bereits mit 61 und nicht erst mit 65 Jahren in den Ruhestand habe gehen müssen.

Überqueren der Straße bei roter Ampel ist grob fahrlässig

Der Kläger war bei Rot über die Fahrbahn gelaufen, ohne sich über den herannahenden Verkehr zu vergewissern. Dies sei grob fahrlässig gewesen, so das Kammergericht Berlin. Deshalb habe der Kläger den Unfall, in dem er verletzt wurde, selbst verschuldet.

Ampelzeichen für jeweilige Fahrbahn ist zu beachten

Dass die Fußgängerampel für die Gegenfahrbahn bereits grünes Licht zeigte, führe zu keiner anderen Beurteilung seines Verschuldens. Denn maßgebend sei die Ampelregelung für die Fahrbahn, die er zu überqueren versucht habe und nicht die Ampelregelung für die weitere Fahrbahn, die bereits 13 Sekunden früher auf grün geschaltet habe. Insbesondere habe auch angesichts der Breite der gesamten Kreuzung und der beiden Fahrbahnen mit vier bzw. drei Fahrstreifen nicht die Annahme nahegelegen, die für den Kläger maßgebende Ampel werde ebenfalls sogleich umschalten, was im Übrigen auch den Grad des Verschuldens des Klägers nicht hätte entscheidend vermindern können.

Überfahren der Fußgängerkreuzung bei gelber Ampel nicht unbedingt sorgfaltspflichtwidrig

Dem Autofahrer sei auch kein Mitverschulden anzulasten. Der Kläger behauptete ein solches, weil der Autofahrer die Haltelinie vor der Fußgängerkreuzung bei für ihn gelbem Ampellicht überfahren habe. Das Gericht wies ein Mitverschulden zurück. Denn das Überfahren der Haltelinie bei gelbem Ampellicht sei jedenfalls dann keine Sorgfaltspflichtverletzung des Autofahrers, wenn das Umschalten der Ampel erst so kurz vor Erreichen der Kreuzung erfolge, dass der Bremsweg bei mittlerem Bremsen nicht ausreiche, um vor der Kreuzung zum Stehen zu kommen.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 17.09.2008
Quelle: ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Verkehrsrecht | Straßenverkehrsrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungs- und Schadensrecht (VersR)
Jahrgang: 2008, Seite: 797
VersR 2008, 797

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 6684 Dokument-Nr. 6684

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil6684

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH