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Verwaltungsgericht Potsdam, Urteil vom 13.08.2019
VG 1 L 665/19 -

Kündigung des Nutzungsvertrages für AfD-Veranstaltung im Potsdamer Humboldt-Gymnasium unwirksam

Gründe für fristlose Kündigung des Nutzungsvertrages nicht tragfähig

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat entschieden, dass eine vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam ausgesprochene Kündigung eines geschlossenen Vertrages über die Nutzung der Aula des Humboldt-Gymnasiums in Potsdam für eine Veranstaltung der AfD unwirksam ist. Damit gab das Gericht einem Eilantrag des Anmelders der Veranstaltung gegen die Kündigung statt.

Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht aus, dass die vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam angeführten Gründe für die fristlose Kündigung des Nutzungsvertrages nicht tragfähig sind. Bereits bei Abschluss des Vertrages zur Nutzung der Aula zum Zweck des Bürgerdialogs musste auch der Stadt Potsdam klar gewesen sein, dass angesichts der zeitlichen Nähe zu den Wahlen zum Landtag am 1. September 2019 und den Teilnehmern die Veranstaltung auch dem Wahlkampf dient. Daher konnte das Gericht keine Gründe für die Versagung der Veranstaltung erkennen, die nicht bereits bei Abschluss des Vertrages vorgelegen haben. Die ausgesprochene Kündigung des Nutzungsvertrages erscheint mithin als nicht gerechtfertigt.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 14.08.2019
Quelle: Verwaltungsgericht Potsdam/ra-online (pm/kg)

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Dokument-Nr.: 27746 Dokument-Nr. 27746

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Kommentare (1)

 
 
Klarspüler schrieb am 15.08.2019

Ich bin absolut kein Freund dieser "Akademikerpartei" AfD, allerdings wundert es mich sehr, dass CDU und FDP derartige Probleme nie hatten. Das dieser Oberbürgermeister Mike Schubert Mitglied der SPD ist sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben...

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