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Verwaltungsgericht Köln, Urteil vom 03.12.2019
2 K 8141/18 -

Stadt muss nicht zum Schutz von Nachbarn vor Lärm gegen Anlieferungsverkehr durch Supermarkt einschreiten

Keine Überschreitung einschlägiger Immissions­richt­werte

Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass die Stadt Bonn nicht gegen den durch Anlieferungsverkehr für einen Supermarkt verursachten Lärm einschreiten muss.

Die Klägerin des zugrunde liegenden Streitfalls wohnt in Bonn-Beuel neben einem großen Wohn- und Geschäftshaus. Der im Klageverfahren beigeladene Eigentümer des Nachbargrundstücks hat das Erdgeschoss an eine Supermarktkette vermietet. Diese betreibt dort einen großflächigen Lebensmittel-Vollsortimenter. Die Anlieferzone des Supermarkts liegt etwa 40 Meter vom Haus der Klägerin entfernt. Nach verschiedenen gerichtlichen Auseinandersetzungen beschränkte die Stadt im Jahr 2015 gegenüber dem Eigentümer des Grundstücks die Anlieferungszeit auf 6 bis 15 Uhr. Vor 7 Uhr dürfen zudem nur ein schwerer Lastwagen und ein Lieferwagen Waren bringen. Außerhalb dieses Zeitraums dürfen generell weder An- oder Abfahrten noch Wartevorgänge im Straßenbereich stattfinden.

Pauschale Behauptungen nicht ausreichend: Stadt lehnt weitere Maßnahmen wegen angeblicher Verstöße ab

Nachdem die Stadt wegen Verstößen gegen diese Vorgaben auf Betreiben der Klägerin bereits 2016 ein Zwangsgeld in Höhe von 21.000 Euro gegen die Supermarktbetreiberin festgesetzt hatte, forderte die Klägerin die Stadt im Jahr 2017 erneut zum Einschreiten auf. Zur Begründung machte sie geltend, dass es zu weiteren Verstößen gekommen sei. Bei Kontrollen in der Zeit zwischen Dezember 2017 und Juli 2018 stellte die Stadt lediglich einen Verstoß fest. Sie lehnte daher den Antrag der Klägerin ab, weil die Verstöße von ihr nur pauschal behauptet worden seien.

Grundstückseigentümer legt schallschutztechnische Beurteilung vor

Mit ihrer im Dezember 2018 erhobenen Klage verfolgt die Klägerin ihr Begehren weiter. Zur Klagebegründung legte sie eine umfangreiche Dokumentation mit mehreren hundert Fotos über angebliche Verstöße in den Jahren 2018 und 2019 vor. Die beklagte Stadt machte geltend, dass der Supermarktbetreiber durch verschiedene Maßnahmen zumindest zur Entschärfung des Anlieferverkehrs beigetragen habe. Bei einer Ortskontrolle im Juli 2019 habe sie keine Verstöße feststellen können. Der Grundstückseigentümer legte im Klageverfahren eine schallschutztechnische Beurteilung vor.

Unzumutbare Belästigung durch Anlieferungslärm nicht ausreichend dargelegt

Das Verwaltungsgericht Köln wies die Klage ab. Die Klägerin habe nicht dargelegt, dass sie durch Lärm unzumutbar belästigt werde. Nach dem Ergebnis des von dem Grundstückseigentümer vorgelegten Gutachtens könne eine Überschreitung des einschlägigen Immissionsrichtwertes selbst dann ausgeschlossen werden, wenn es zu einer Verdoppelung des Anlieferverkehrs komme. Diese Einschätzung habe die Klägerin nicht erschüttert. Außerdem sei die Schutzwürdigkeit der Klägerin erheblich reduziert, da sie Teile ihres Wohnhauses ohne Baugenehmigung und damit illegal nutze.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 04.12.2019
Quelle: Verwaltungsgericht Köln/ra-online (pm/kg)

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Dokument-Nr.: 28170 Dokument-Nr. 28170

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Kommentare (2)

 
 
Klarspüler schrieb am 04.12.2019

Darf ich raten? Dieser Supermarkt wird von ausländischen Heilsbringern betrieben und die Stadt verdient an dem halbseidenen Treiben dort ein stattliches Sümmchen? Zuviel Lärm ist dem Einkommen natürlich ein wenig ... abträglich.

 

Was kostet eigentlich ein Richter in Köln? Allzu viel kann es ja nicht sein.

Gunn antwortete am 05.12.2019

Darf ICH raten? Die Klage wurde von einem kleinbürgerlichen und rechthaberischen Frührentner angestrengt. Allein die Anfertigung "von mehreren hundert Fotos über angebliche Verstöße",lässt darauf schließen, dass die klagende Person über ein erhebliches Maß an freier Zeit verfügt. Offenbar hat es sich dieser Mensch zur Lebensaufgabe gemacht, die vermeintlichen Lärmbelästung des Supermarktbetreiber immer wieder vor Gericht zu bringen.

Sobald es jedoch um seinen eigenen Vorteil geht, nimmt es der Kläger "Recht und Ordnung" hingegen nicht mehr ganz so genau, wie der Hinweis auf die illegale Wohnraumnutzung zeigt.

Was kosten der Stadt Köln eigentlich solche Sinnlos-Verfahren? Ich hoffe, nicht all zuviel.

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