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Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 04.06.1999
33 C 4476/98 - 67 -

Halten von zwei Schäferhunden in 1-Zimmer-Wohnung muss nicht genehmigt werden

Schäden an Wohnung und Ängste der Mitbewohner zu befürchten

Ein Mieter hat gegenüber seinem Vermieter keinen Anspruch auf Genehmigung der Haltung zweier Schäferhunde in einer 1-Zimmer-Wohnung. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt a.M. hervor.

In dem zugrunde liegenden Fall bestand Streit darüber, ob ein Mieter in seiner 1-Zimmer-Wohnung zwei Schäferhunde halten durfte oder nicht.

Kein Anspruch auf Genehmigung der Hundehaltung

Das Amtsgericht Frankfurt a.M. war der Ansicht, dass der Mieter keinen Anspruch auf Genehmigung der Hundehaltung hatte. Dagegen habe die geringe Größe der Wohnung gesprochen. Denn eine 1-Zimmer-Wohnung sei grundsätzlich als ungeeignet zum Halten von zwei ausgewachsenen Schäferhunden anzusehen. Insofern müsse der Vermieter erhebliche Schäden an der Wohnung befürchten.

Haltung von Schäferhunden in Mehrfamilienhaus problematisch

Darüber hinaus sei nach Auffassung des Amtsgerichts das Halten von zwei Schäferhunden in einem Mehrfamilienhaus unabhängig von der Größe der Wohnung problematisch. Es müsse noch nicht mal eine Lärmbelästigung durch die Hunde ausgehen. Vielmehr genüge es, dass andere Mieter des Hauses vor Hunden dieser Größe Angst haben könnten.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 05.12.2013
Quelle: Amtsgericht Frankfurt a.M., ra-online (zt/WuM 2000, 569/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Genehmigung | Hundehaltung | kein Anspruch auf ... | Mieter | Mieterin | Mietwohnung | Schäferhund
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)
Jahrgang: 2000, Seite: 569
WuM 2000, 569

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Dokument-Nr.: 16610 Dokument-Nr. 16610

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