wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Dienstag, 23. Juli 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 19.07.2005
52 C 3772/05 -

SMS-Chats: Höhere Entgelte für SMS-Chats müssen vorher vereinbart werden

Verbraucherzentrale Hamburg verklagte Vodafone wegen grundlos einbehaltener "Premium-SMS-Entgelte"

Höhere Entgelte für SMS-Chats müssen mit dem Kunden vereinbart worden sein. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf hervor, dass die Verbraucherzentrale Hamburg erwirkt hat.

Darin stellen die Richter fest, dass der Anbieter (hier: Vodafone) nachweisen müsse, welche Entgelte vereinbart und welche Leistungen erbracht wurden.

Im Fall hatte eine 23-jährige Hamburgerin per SMS mit einem Kontakt geflirtet, den sie über das Online-Chat-Portal "gigasms.de" kennengelernt hatte. Dort hieß es "27-Jähriger Hamburger hat Lust zum Chatten". Sie klickte den Button "Jetzt chatten" und gab auf die Aufforderung "Sende jetzt Deine persönliche Nachricht an Deinen SMS-Favoriten" eine Nachricht und ihre Handy-Nummer in die dafür vorgesehenen Felder ein.

Der "Hamburger" meldete sich sofort per SMS und entpuppte sich als ausgesprochen beharrlich und animierend. Nach ca. einer Woche erhielt sie die Rechnung ihres Mobilfunkbetreibers über 800 Euro. Bei dem vermeintlichen SMS-Flirt waren rund 400 "Premium SMS" zum Preis von 1,99 Euro verschickt worden. Schließlich stellte sich heraus, dass der Kontakt, mit dem die junge Frau geflirtet hatte, keine Privatperson war, sondern ein Angestellter des Chat-Call-Centers.

Die 23-Jährige war zu Beginn des Chats nicht darauf hingewiesen worden, dass durch die Teilnahme am Chat SMS mit höheren Preisen verschickt wurden. Auch wusste sie nicht, dass sie mit einem Angestellten des Call-Centers flirtete. Nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Internetseite fand sich ein Hinweis, dass der Dialogpartner auch ein Betreuer des Chat-Call-Centers sein könnte. Dieser Hinweis war hinter dem Link "AGB" versteckt, der sich am unteren, auf den ersten Blick normalerweise nicht erkennbaren Rand der besuchten Website gigasms.de befand.

Unter Nr. 8 der AGB heißt es:

"In diesem Chat setzt die EFTA GmbH Betreuer/innen ein, die unter mehreren Identitäten Dialoge führen können. Im System sind diese nicht besonders gekennzeichnet. Ein Dialogpartner kann also ein/e Betreuer/in sein, der sich unter einer anderen Identität im System befinden kann."

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 26.08.2005
Quelle: ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Telekommunikationsrecht | Vertragsrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Flirtchat | Handy | Mobiltelefon | Mobilfunkvertrag | Premium-SMS | SMS

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 899 Dokument-Nr. 899

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil899

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...



Werbung