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Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 15.05.2019
S 2 KR 3116/17 -

Vollstationäre Kranken­haus­behandlung zur Vorbereitung einer Lebendnierenspende erforderlich

Medizinisch komplexe Behandlung bedurfte stationärer Vorbereitung

Das Sozialgericht Mannheim hat entschieden, dass eine vollstationäre Kranken­haus­behandlung zur Vorbereitung einer Lebendnierenspende erforderlich sein kann, wenn eine medizinisch komplexe Behandlung einer stationären Vorbereitung bedarf.

Im zugrunde liegenden Fall verlangte die klagende Krankenkasse knapp 30.000 Euro Vergütung von einem spezialisierten Nierenzentrum für drei Wochen stationärer Vorbereitung auf eine Nierenlebendspende zurück. Die 1960 geborene Patientin musste wegen Nierenversagens regelmäßig zur Dialyse. Zur Vorbereitung der Transplantation waren ihr ihre eigenen Nieren Wochen zuvor entnommen worden. Der Spender, ihr Ehemann, hatte eine nicht kompatible Blutgruppe, so dass neben der zur Vorbereitung einer Organspende üblichen immununterdrückenden Behandlungen noch weitere erforderlich waren. Zusätzlich erfolgten parallel durchzuführende Dialysebehandlungen. Die durchgeführten zehn Immunadsorptionen, zwei Plasmapheresen und elf Dialysen dauerten kombiniert jeweils neun bis zehn Stunden. Sie wurden engmaschig überwacht, auch durch Blutentnahmen und Laboruntersuchungen.

Krankenkasse verweist auf mögliche ambulante Behandlung

Die klagende Krankenkasse fand, die Behandlung hätte angesichts des guten Allgemeinzustands der Patientin ambulant durchgeführt werden können. Ein Notfall habe nicht vorgelegen.

SG bejaht Notwendigkeit der vollstationären Krankenhausbehandlung

Das Sozialgericht Mannheim wies die Klage nach Einholung eines Sachverständigengutachtens ab. Der Sachverständige bestätigte die Einschätzung des beklagten Nierenzentrums. Die immunologische Behandlung der Patientin, die ohne eigene Nieren keine Möglichkeit der Flüssigkeitsregulierung gehabt habe, habe zu einer Überwässerung und Gewichtszunahme von jeweils 1,9 kg oder 3 % des Körpergewichts innerhalb weniger Stunden und damit zu einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems geführt.

Der medizinisch sehr komplexe Fall war auch Gegenstand einer Fernsehdokumentation des SWR.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 25.07.2019
Quelle: Sozialgericht Mannheim/ra-online (pm/kg)

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Kommentare (1)

 
 
Klarspüler schrieb am 25.07.2019

Man gut, dass diese Verweigerungskasse mit dem Geld der Zwangsversicherten jetzt geklärt hat, dass sie zahlen muss. War sicher ganz wichtig. Wie viele Taler gingen denn da so für Gutachter, Anwälte und Gericht drauf für die Frage, ob Mediziner mehr über Medizin wissen als Versicherungsangestellte?

 

Der Fall mag ja medizinisch komplex (gewesen) sein – das rechtfertigt aber noch lange nicht diese typische „wir zahlen net“ - Haltung einer dieser über 110 Krankenkassen in 'Schland. Wenn es um Zuwendungen der Pharmaindustrie geht ist man doch auch nicht so zimperlich mit dem fremd verwalteten Geld...

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