wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Sonntag, 16. Juni 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.11.2007
14 A 5273/05 -

In der Multiple-Choice-Prüfung zählen nur die Antworten auf dem Antwortbeleg

In dem bei Prüfungen häufig verwendeten Multiple-Choice-Verfahren dürfen nur die Antworten des Prüflings berücksichtigt werden, die der Prüfling auf dem dafür vorgesehenen Antwortbeleg markiert hat. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat entschieden. Es hat zugleich die Zulassung der Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Münster abgelehnt, das die Klage einer Studentin gegen die Bewertung ihrer Prüfungsleistung in der Ärztlichen Vorprüfung im Frühjahr 2005 abgewiesen hatte.

Die Studentin hatte am ersten Prüfungstag nur die Antworten von 91 der gestellten 160 Prüfungsfragen im Antwortbeleg markiert. Für die übrigen Fragen hatte sie lediglich im Aufgabenheft Antworten markiert. Am Ende der Prüfungszeit hatte sie der Aufsicht, die die Antwortbelege einsammelte, auch ihr Aufgabenheft übergeben mit der Bitte, auch die dort markierten, aber aus Zeitmangel nicht mehr in den Antwortbeleg übertragenen Antworten zu berücksichtigen.

Der schriftliche Teil der Ärztlichen Vorprüfung ist aufgrund der Bundesärzteordnung im Antwort-Wahl-Verfahren (sog. Multiple-Choice-Prüfung) durchzuführen. Dabei werden bundeseinheitlich zeitgleich an zwei Tagen allen Prüflingen Fragen in einem Aufgabenheft vorgelegt, für die mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben sind. Nur eine dieser Antwortmöglichkeiten ist jeweils die richtige Antwort und ist in einem gesonderten rechnerlesbaren Beleg zu markieren. Für die Entwicklung der Fragen und die bundesweite rechnergestützte Auswertung dieser Antwortbelege haben die Bundesländer durch einen Staatsvertrag das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen gebildet.

Dieses Institut wertete nur die im Antwortbeleg von der Studentin markierten Antworten. Auch die für die Prüfungsentscheidung zuständige Bezirksregierung Münster lehnte die Berücksichtigung derjenigen Antworten ab, die nicht im Antwortbeleg markiert waren. Das Verwaltungsgericht Münster wies die Klage ab, die auf Berücksichtigung der im Antwortheft vermerkten Antworten gerichtet war.

Das Oberverwaltungsgericht hat die von der Studentin angestrebte Berufung nicht zugelassen. Zur Begründung hat es ausgeführt: Die Bezirksregierung habe bei ihrer Entscheidung nur die Markierungen der Studentin im Antwortbeleg berücksichtigen dürfen. Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht hätten mehrfach entschieden, dass das besondere Verfahren der ärztlichen Prüfungen verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist. Die im Staatsvertrag der Länder über das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen geregelte Art und Weise der Aufgabenstellung und Antwortauswertung sei die notwendige landesrechtliche Umsetzung der bundesrechtlichen Vorgaben. Es gehöre zur Prüfungsleistung bei diesem Prüfungsverfahren, die Antworten innerhalb der Prüfungszeit in der vorgeschriebenen Form zu erbringen. Deshalb widerspräche es dem bei Prüfungen besonders wichtigen Prinzip der Chancengleichheit, wenn bei einzelnen Prüflingen auch Antworten berücksichtigt würden, bei denen dieses nicht der Fall war.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 12.11.2007
Quelle: ra-online, Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 12.11.2007

Aktuelle Urteile aus dem Arztrecht | Verwaltungsrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Arzt | Ärztin | Multiple-Choice-Verfahren | Prüfung

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 5133 Dokument-Nr. 5133

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Beschluss5133

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH



Werbung