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Oberverwaltungsgericht Lüneburg, Beschluss vom 09.11.2020
2 ME 426/20 -

AStA darf sich zur Haltung eines Hochschulmitarbeiters der Hochschule Osnabrück äußern

Äußerungen müssen auf zutreffenden Tatsachen beruhen

Das Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat entschieden, dass sich der Allgemeine Studierendenausschusses (AStA) zur Haltung eines Hochschulmitarbeiters der Hochschule Osnabrück zur Corona-Pandemie äußern darf, und eine entsprechende Beschwerde eines auch für die Universität Osnabrück tätigen Mitarbeiters der Hochschule Osnabrück gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück vom 9. Oktober 2020 (Az.: 6 B 73/20) zurückgewiesen.

Der Entscheidung zugrunde liegt ein Internetbeitrag des AStA der Universität Osnabrück, in dem sich dieser unter der Überschrift „Corona Leugner & Verschwörungsideologien an Universität und Hochschule“ kritisch mit in der Öffentlichkeit vertretenen Positionen des Mitarbeiters zum Coronavirus auseinandergesetzt hat. Der AStA warf dem Mitarbeiter unter anderem vor, im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie antisemitisches, rechtes und verschwörungsideologisches Gedankengut zu verbreiten oder zumindest zu akzeptieren. Dagegen wandte sich der Mitarbeiter unter Berufung darauf, dass derartige Aussagen ihn in seinem Persönlichkeitsrecht verletzten.

AStA ist berechtigt zu hochschulpolitischen Fragestellungen Position zu beziehen

Dieser Auffassung ist der Senat, ebenso wie das Verwaltungsgericht, nicht gefolgt. Das Niedersächsische Hochschulgesetz berechtige den AStA, zu hochschulpolitischen Fragestellungen Position zu beziehen. Das gelte auch dann, wenn sich ein Hochschulmitarbeiter unter Nennung seiner Hochschulzugehörigkeit öffentlich zu politischen Maßnahmen äußere und dabei vom AStA als „verschwörungstheoretisch“ bzw. „esoterisch“ bewertete Positionen beziehe. Die Äußerungen des AStA müssten allerdings auf zutreffenden Tatsachen beruhen und diese sachbezogen und vertretbar bewerten. Diese Grenzen seien hier gewahrt, weil der Hochschulmitarbeiter unter anderem nachweislich entsprechende Blogbeiträge geteilt und an einer sog. „Querdenker-Versammlung“ in Berlin teilgenommen habe.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 12.11.2020
Quelle: Oberverwaltungsgericht Lüneburg, ra-online (pm/ab)

Aktuelle Urteile aus dem Hochschulrecht | Verwaltungsrecht

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Dokument-Nr.: 29440 Dokument-Nr. 29440

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Kommentare (2)

 
 
Gedankenpolizei schrieb am 12.11.2020

Bitte entledigen Sie sich aller komischer Überlegungen und kommen sie mit einer mainstreamgegenderten Meinung heraus!

 

Sollten Sie sich eine solche Meinung nicht leisten können wird ihnen vom öffentlichen rechtlichen Rundfunk eine zur Verfügung gestellt. Beweise für etwas zu verlangen ist undemokratisch - Widerworte sind Gedankenverbrechen!

der.norderneyer antwortete am 13.11.2020

Sehr geehrter Herr Gedankenpolizist!

Es wird ja des Öfteren unterstellt, dass die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Sicherheitsbehörden nicht höher als deren Entlohnungsniveau sein kann. Aus Ihrem Beitrag kann deshalb mühelos abgeleitet werden, dass Sie für Ihre gedankenpolizeiliche Tätigkeit nicht entlohnt werden.

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