wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Donnerstag, 18. Juli 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Germersheim, Urteil vom 27.04.1995
2 C 727/94 -

Mieter muss Geschirrspüler beaufsichtigen oder Aqua-Stop einbauen

Mieter haftet für Überschwemmung durch Geschirrspüler

Betreibt ein Mieter in einer Etagenwohnung eine Geschirrspülmaschine, dann muss für den durch den Betrieb möglicherweise verursachten Schaden aufkommen. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Germersheim hervor.

Im zugrunde liegenden Fall verlangte ein Vermieter von den Mietern einer Wohnung Schadenersatz für einen Wasserschaden. Der Schlauch der Geschirrspülmaschine der Mieter war defekt, so dass Wasser auslief und Schaden in der unter der Wohnung der Mieter liegenden Wohnung anrichtete.

Der Vermieter verlangte 2.972,55 DM Schadenersatz und Gutachterkosten in Höhe von 1.563,78 DM.

Gericht: Mieter handelten fahrlässig

Das Amtsgericht Germersheim verurteilte die Mieter zur Zahlung der Kosten. Der Vermieter habe einen Anspruch auf Erstattung des Schadens gemäß § 823, § 249 BGB. Die Mieter hätten den Wasserschaden dadurch verursacht, dass sie die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beim Betrieb einer Spülmaschine außer Acht gelassen haben. Grundsätzlich bringe der Betrieb einer Spülmaschine in einer Etagenwohnung die Gefahr mit sich, dass aufgrund eines Defekts bei der Zu- oder Ableitung Wasser austreten könne und damit Schäden verursache. Daher sei zwischenzeitlich auch ein sogenannter "Aqua-Stop" von der Industrie entwickelt worden. Dieser unterbinde den Wasserzufluss, wenn der Wasserschlauch platze oder von seinem Anschluss abspringe.

Alterszustand der Spülmaschine unerheblich

Unerheblich sei es, in welchen Alterszustand sich die Spülmaschine befinde, ob sie evtl. noch Garantieansprüche habe, das heißt der Schlauch in einem ordnungsgemäßen Zustand sein müsste.

Das Gericht führte aus, dass es unerheblich sei, ob das Wasser, das aus einer Maschine austrete, erkennbar oder unerkennbar in der Küche austrete. Das Risiko das aus einer Spülmaschine nicht erkennbar Wasser austrete, treffe den Mieter. Wenn es einem Mieter erlaubt sei, in einer Etagenwohnung eine Spülmaschine zu betreiben, dann könne er nicht den durch den Betrieb entstandenen Schaden auf den Vermieter abwälzen.

Spülmaschine beaufsichtigen

Ein Mieter habe Vorsorge zu treffen, dass ein ungestörter Ablauf gewährleistet sei. Dies könne er dadurch erreichen, indem er die Zuleitung für das Auge zugänglich halte, die Maschine nur im eigenen Beisein betreibe oder einen "Aqua-Stop" einbauen lasse. Wer diese Grundsätze außer Acht lasse, handele nicht mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt stellte das Gericht fest.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 17.10.2006
Quelle: ra-online, Amtsgericht Germersheim (vt/pt)

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift für Miet- und Raumrecht (ZMR)
Jahrgang: 1996, Seite: 92
ZMR 1996, 92

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 1485 Dokument-Nr. 1485

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil1485

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...



Werbung