wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Samstag, 21. September 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(1)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Verwaltungsgericht Darmstadt, Urteil vom 01.09.2006
5 E 543/06 (3) -

Schon ein missbräuchlicher Schuss eines Jägers kann dessen waffenrechtliche Unzuverlässigkeit begründen

Jäger darf Menschen gegenüber keinen Warnschuss abgeben

Ein einziger durch einen Jäger in missbräuchlicher Weise abgegebener Schuss mit seiner Jagdwaffe genügt, um dessen waffenrechtliche Zuverlässigkeit begründet in Zweifel zu ziehen. Dies hat das Verwaltungsgericht Darmstadt festgestellt.

Dem Rechtstreit liegt die Klage eines Jägers gegen den Landkreis Darmstadt-Dieburg zugrunde, mit welcher dieser sich gegen den Widerruf seiner Waffenbesitzkarten für seine Jagdwaffen wendete.

Der Jäger beobachtete während der Jagdausübung zur Nachtzeit von einem Hochsitz aus drei Personen, die sich mit Taschenlampen ausgerüstet einem ehemaligen Munitionsgelände näherten, das zunächst durch die deutsche Wehrmacht und später durch amerikanische Streitkräfte genutzt wurde. Auf die Ansprache des Jägers antworteten die Betreffenden nach dem Ergebnis der durchgeführten Beweisaufnahme zwar, traten jedoch nicht aus dem Gehölz, in welchem sie sich zwischenzeitlich befanden, hervor. Im weiteren Verlauf gab der Jäger einen Warnschuss in die Luft ab, um die betreffenden Personen dazu zu veranlassen aus der Deckung zu treten, was dann auch geschah.

Aufgrund dieses Vorganges widerrief der beklagte Landkreis die drei Waffenbesitzkarten für die dem Kläger gehörenden Jagdwaffen.

Das Gericht stellte fest, dass dieses Vorgehen des Jägers im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 2a Waffengesetz (WaffG) missbräuchlich war. Der Jäger habe den Schuss weder im Rahmen der ihm gestatteten Jagdausübung abgegeben, noch habe es sich um einen Fall der Jagdschutzausübung gehandelt. Auch ein Fall der Notwehr oder des Notstandes habe nicht vorgelegen. Er falle nicht in die Zuständigkeit einer Privatperson polizeiliche Funktionen wahrzunehmen und dazu Schusswaffen einzusetzen. Der Kläger habe durch sein Verhalten erkennen lassen, dass er in Konfliktsituationen unter besonderer nervlicher Anspannung nicht so reagiere, wie dies von einem Waffenbesitzer erwartet werden müsse. Bei solch einem gravierenden Zwischenfall rechtfertige auch ein einmaliges Fehlverhalten die Annahme, dass auch in Zukunft ein missbräuchlicher Einsatz von Schusswaffen drohe.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 15.05.2007
Quelle: ra-online, Pressemitteilung des VG Darmstadt vom 15.05.2007

Aktuelle Urteile aus dem Jagdrecht | Waffenrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 4239 Dokument-Nr. 4239

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil4239

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH



Werbung