wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Montag, 24. Februar 2020

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Landgericht Coburg, Urteil vom 29.08.2011
14 O 71/11 -

LG Coburg zur Frage des Vertragspartners bei einem Privatdarlehen

Schriftlicher Darlehensvertrag weist Darlehensnehmer zweifelsfrei aus

Das Landgericht Coburg hat die Klage eines Darlehensgebers abgewiesen, das dieser nach Auffassung des Gerichts den Falschen auf Rückzahlung des Darlehens verklagt hatte.

Im zugrunde liegenden Streitfall gewährte der Kläger im März 2008 ein Privatdarlehen über 10.000 Euro. Dieses wollte er in 2011 zurück haben und kündigte es. Der Kläger behauptete, dass er das Darlehen dem späteren Beklagten gewährt habe und wollte das Geld von diesem zurück.

Beklagter verweist auf angeblich abgeschlossenen schriftlichen Darlehensvertrag

Der Beklagte brachte vor, er selbst habe überhaupt keinen Darlehensvertrag abgeschlossen. Er habe nur als Handlungsbevollmächtigter einer GmbH in Berlin gehandelt. Es sei ein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen worden. Er und der Kläger hätten den Vertrag unterschrieben. Auch habe er das Geld an die Darlehensnehmer, die GmbH in Berlin, weitergeleitet.

Darlehensgeber erklärt Unterschriften auf Vertrag für gefälscht

Darauf erwiderte der Darlehensgeber, dass ein schriftlicher Darlehensvertrag nicht abgeschlossen worden sei. Die Unterschriften auf einer entsprechenden Urkunde seien gefälscht. Auch habe der Beklagte das Geld nicht an die GmbH in Berlin weitergeleitet.

Gericht nach Zeugenaussage von Abschluss eines schriftlichen Darlehensvertrags überzeugt

Das Landgericht Coburg stellte in seiner Entscheidung fest, dass der Kläger in seiner Klage schriftlich die Unwahrheit vorgetragen hatte. Als das Gericht den Kläger persönlich anhörte, gab er an, dem Beklagten das Geld deshalb gegeben zu haben, weil dieser das Geld gut anlegen könne. Es sei ihm egal gewesen, wo der Beklagte sein Geld anlege. Das Gericht schloss daraus, dass der Beklagte das Darlehen gar nicht für sich selber benötigt hatte, sondern dem Kläger lediglich eine Geldanlage vermittelt hatte. Auch war das Gericht nach Einvernahme eines Zeugen davon überzeugt, dass der Kläger und der Beklagte den schriftlichen Darlehensvertrag unterschrieben hatten, welcher als Darlehensnehmer die GmbH in Berlin vorsah.

Gericht weist Klage ab

Soweit der Kläger behauptet hatte, das Geld sei an diese GmbH vom Beklagten nicht weitergeleitet worden, konnte er hierfür keinen Beweis erbringen. Vielmehr stellte das Gericht fest, dass eine solche Pflicht zur Weiterleitung keinen Sinn ergibt, wenn der Kläger - wie er angab - ausschließlich einen mündlichen Darlehensvertrag mit dem Beklagten selbst abgeschlossen haben will. Daher wies das Landgericht die Klage ab.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 16.01.2012
Quelle: Landgericht Coburg/ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Vertragsrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Darlehen | Kredit | Darlehensrückzahlung | Darlehensvertrag | Kreditvertrag | Rückzahlung

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 12867 Dokument-Nr. 12867

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil12867

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH



Werbung