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Arbeitsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 13.07.2016
15 Ca 1744/16 -

"Negerkuss" bei Kantinen­mitarbeiterin aus Kamerun bestellt - Fristlose Kündigung unverhältnismäßig

Kündigung ohne vorherige Abmahnung nicht gerechtfertigt

Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass die fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers, der bei einer aus Kamerun stammenden Kantinen­mitarbeiterin einen "Negerkuss" bestellt hatte, unverhältnismäßig ist.

Im zugrunde liegenden Verfahren war einem Mitarbeiter des Reiseveranstalters Thomas Cook AG vorgeworfen worden, in der Kantine gegenüber einer aus Kamerun gebürtigen Kantinenmitarbeiterin einen Schokokuss als "Negerkuss" bestellt zu haben.

Arbeitsgericht gibt Kündigungsklage statt

Das Arbeitsgerichts Frankfurt am Main gab der Kündigungsschutzklage statt und entschied, dass der Arbeitgeber wegen dieses Vorfalls gegenüber dem Mitarbeiter keine Kündigung aussprechen darf. Dies sei unverhältnismäßig. Da das Arbeitsverhältnis mehr als zehn Jahre beanstandungsfrei bestanden habe, sei ohne vorherige Abmahnung weder eine außerordentliche fristlose, noch eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 22.07.2016
Quelle: Arbeitsgericht Frankfurt am Main/ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Arbeitsrecht

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Dokument-Nr.: 22936 Dokument-Nr. 22936

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Kommentare (6)

 
 
Norbert schrieb am 01.08.2016

Wie ich sind auch viele mit dem Beriff NEEGERKUSS als Leckerei groß geworden. Bis heute ist es mir unverständlich daß dieses ein Unwort sein soll. Ich bestelle weiterhin Negerküsse und werde nicht schief angesehen - wäre aber echt komisch wenn mit eine Farbige einen aufdrückt...

paul schrieb am 28.07.2016

wenn ich Laden nach einem Pariser frage, staat Kondom, bekomme ich doch auch keinen Franzosen, sondern eine Lümmeltüte.

Michael schrieb am 25.07.2016

Der Sachverhalt ist leider sehr kurz gehalten. Ich kann mir vorstellen, dass der Mitarbeiter sich einen "Spass" erlaubt habt. Eine Abmahnung finde ich in einem solchen Fall ausreichend. Dennoch ist eine solche Wortwahl beleidigend.Und nur weil es derzeit "richtige" Probleme gibt, heisst das nicht das man die "kleinen" unter den Teppich kehren sollte.

werner schrieb am 25.07.2016

Das wird im Moment alles überzogen, mit dem schwarzen piet aus holland fing es an .. dann der Negerkuss.. was kommt als nächstes... wir müßen wieder auf den boden der tatsachen kommen, probleme... richtige probleme gibt es hier genug.. nicht päpstlicher als der papst sein. lassen wir die die kirche im dorf !!

Norbert antwortete am 01.08.2016

Verbot von FRANKFURTER, BERLINER, WIENER - wegen Kanibalismuß??? Hey Gesetzgeber - es reicht!

werner schrieb am 25.07.2016

Das wird im Moment alles überzogen, mit dem schwarzen piet aus holland fing es an .. dann der Negerkuss.. was kommt als nächstes... wir müßen wieder auf den boden der tatsachen kommen, probleme... richtige probleme gibt es hier genug.. nicht päpstlicher als der papst sein. lassen wir die die kirche im dorf !!

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