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Donnerstag, 6. Mai 2021

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die zehn aktuellsten Urteile, die zum Schlagwort „Sportverletzung“ veröffentlicht wurden

Amtsgericht München, Urteil vom 28.07.2020
- 161 C 20762/19 -

Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld für Sportverletzung

Basketballspieler müssen mit Verletzungen rechne

Das Amtsgericht München hat die Klage eines zum Spielzeitpunkt noch 17jährigen Münchener Schülers gegen seinen Münchener Basketballtrainer auf Zahlung von 3.954,04 Euro an Schmerzensgeld und Schadensersatz sowie auf Ersatz erst künftig eintretender weiterer Schäden abgewiesen.

Der Kläger nahm mit dem volljährigen Beklagten als Trainer in einer Sporthalle am Basketballtraining der U18 Jugendmannschaft teil. Nach dem Konditions- und Krafttraining spielten die Mannschaftsmitglieder im Fünf gegen Fünf Spiel gegeneinander. Der Beklagte hatte sich als Trainer gegen Ende des Spiels selbst eingewechselt und mitgespielt. Unstreitig zwischen den Parteien ist, dass es zu einem Zusammenstoß kam, bei dem sich der Kläger an beiden Schneidezähnen verletzte. Der Kläger behauptet, dass eine Rebound-Situation vorgelegen habe, bei dem der offen umkämpfte Ball etwa auf Höhe der Mittellinie in der Luft gewesen sei. Der Beklagte sei hochgesprungen,... Lesen Sie mehr

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Landgericht Frankenthal, Urteil vom 14.12.2020
- 5 O 57/19 -

Auch grobes Foul beim Fußball führt nur in Ausnahmen zum Schmerzensgeld

Fußballspieler müssen mit Verletzungen rechnen

Wegen einer Verletzung bei einem Amateurfußballspiel hat der gefoulte Spieler nur ausnahmsweise einen Anspruch gegen seinen Gegenspieler. Dies hat das Landgericht Frankenthal in einem aktuellen Fall entschieden. Der Gefoulte müsse nachweisen, dass der Gegner eine grob fahrlässige, unentschuldbare Regelwidrigkeit begangen hat. Andernfalls gehe der Verletzte leer aus. Denn Fußball sei ein Kampfspiel, bei dem es beim "Kampf um den Ball" gelegentlich zu Fouls und unvermeidbaren Verletzungen komme. Damit müsse jeder Spieler rechnen, wenn er sich auf den Platz begebe.

Im konkreten Fall kam es im August 2018 bei einem Spiel der C-Klasse Rhein-Pfalz-Süd zwischen zwei Ludwigshafener Mannschaften zu einer folgenschweren Spielsituation. Ein Mittelfeldspieler der Heimmannschaft kam im Zweikampf zu Fall und erlitt eine Außenbandverletzung, die sich als sehr kompliziert und schwerwiegend herausstellte. Nach seiner Darstellung war er vom gegnerischen Verteidiger... Lesen Sie mehr

Amtsgericht München, Urteil vom 12.06.2013
- 113 C 27180/11 -

Außerordentliche Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags bei langfristiger Sportunfähigkeit wirksam

Vertragsnehmer muss sich nicht auf Nutzung von Wellnessangeboten des Studios zur Aufrechterhaltung des Vertrages verweisen lassen

Das Amtsgericht München hat entschieden, dass die außerordentliche Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags dann gerechtfertigt ist, wenn schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen - z.B. aufgrund eines Unfalls - zu einer langfristigen Sportunfähigkeit führen.

Im zugrunde liegenden Fall unterschrieb eine Münchnerin am 31. Mai 2010 einen Vertrag bei einem Fitnessstudio in München mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Der Vertrag berechtigt zur Nutzung der Fitness- und Kardiogeräte und der Bio- und Finnisch-Sauna sowie zur Teilnahme an den angebotenen Kursen. Am 3. August 2010 zog sich die Münchnerin bei einem Fahrradsturz eine Verletzung des... Lesen Sie mehr

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Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Urteil vom 13.03.2013
- 1 U 13/12 -

Freihalten des Tennis-Spielfeldes von Bällen ist Pflicht des Trainers

Tennistrainer verstieß gegen seine Schutz- und Fürsorgepflichten

Ein Tennistrainer hat dafür Sorge zu tragen, dass auf dem Spielfeld keine Tennisbälle herumliegen, auf die ein Tennisschüler treten und sich verletzen kann. Dies geht aus einer Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen hervor.

Dem vorzuliegenden Fall liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Der klagende, zum Zeitpunkt des Unfalls 42-jährige Tennisschüler war Anfänger und nahm beim Beklagten Tennisunterricht. In der 4. oder 5. Trainingsstunde spielten die Parteien zunächst einige Zeit lange Bälle. Der Kläger sollte dann kurze Bälle annehmen. Als ein Ball nicht ganz gerade kam, musste der Kläger einige Schritte... Lesen Sie mehr

Oberlandesgericht Koblenz, Beschluss vom 19.07.2012
- 5 U 423/12 -

Verkehrssicherungspflicht auf einem Fußballplatz: Fußballspieler erhält nach Kreuzbandriss kein Schmerzensgeld von gastgebendem Verein

Gastgebender Verein verletzt keine ihm obliegende Verkehrssicherungspflicht / Zusammenprall mit Trainingstor

Ein Verein der Rheinlandliga haftet nicht für die Verletzung eines gegnerischen Spielers, der nach einem Zweikampf gegen ein 4,50 m hinter dem Spielfeld abgelegtes Trainingstor stößt. Sofern sich das Trainingstor in ausreichender Entfernung zum Spielfeldrand befindet und das Torgestänge für jeden gut wahrnehmbar und abgehoben vom Untergrund sichtbar ist, kann dem gastgebenden Verein keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für den Sportplatz vorgeworfen werden. Dies entschied das Oberlandesgericht Koblenz.

Im zugrunde liegenden Streitfall nahm der Kläger im September 2010 an einem Fußballspiel der Rheinlandliga teil. Seine Mannschaft war Gast auf dem Platz des beklagten Vereins. Der Kläger behauptete, er sei in einem Laufduell durch einen Rempler des gegnerischen Spielers aus dem Gleichgewicht geraten und gestürzt. Nach Ansicht des beklagten Vereins hingegen sei der Kläger in einen langen... Lesen Sie mehr

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Oberlandesgericht Saarbrücken, Urteil vom 02.08.2010
- 5 U 492/09-110 -

Beschränktes Haftungsrisiko bei Wettkampfspielen auch im Amateurbereich

Leichte oder mittlere Fahrlässigkeit genügt nicht

Auch bei sportlichen Wettkämpfen im Amateurbereich besteht nur ein beschränktes Haftungsrisiko. Wer als Amateursportler seinen Gegner verletzt, haftet nur bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Dies hat das Saarländische Oberlandesgericht entschieden.

Ein Amateur-Fußballer wurde bei einem Freundschaftsspiel zwischen "Alte-Herren-Mannschaften" durch ein mit einer gelb-roten Karte geahndetes Foulspiel eines Gegenspielers verletzt. Daraufhin reichte er Klage beim Landgericht ein. Die Klage wurde abgewiesen und auch die Berufung beim Oberlandesgericht blieb ohne Erfolg.Das Oberlandesgericht Saarbrücken urteilte,... Lesen Sie mehr

Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 17.04.2008
- L 6 U 143/03 -

Sportunfall in DDR-"Kaderschmiede" ist unfallversichert

Auch Spezialschulen des Sports der DDR waren allgemein bildende Schulen

Wer als Schüler einer Kinder- und Jugendsportschule (KJS) der DDR während des Sportunterrichts eine Verletzung erlitten hat, kann Ansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung haben.

Die Klägerin besuchte eine KJS in Halle, die sie mit dem Zeugnis der allgemein bildenden Oberschule abschloss. Sie gehörte als Geräteturnerin dem Leistungskader eines Sportclubs an. Bei dem in den Stundenplan integrierten Training des Sportclubs verletzte sie sich bei einem Flickflack. Der Unfallversicherungsträger lehnte eine Anerkennung als Schulunfall ab, weil es sich um unversicherten... Lesen Sie mehr

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 02.06.2006
- 5 O 1065/06 -

Zu den Verkehrssicherungspflichten des Betreibers von Sportanlagen

Betreiber haftet nicht für Verletzungen beim "Maibock-Packen"

Eine beim "Maibock-Packen" verunfallte Frau forderte Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Betreiber der Veranstaltung. Da dieser zwar Benutzer vor Gefahren warnen müsse, diese aber ohne weiteres ersichtlich waren, wurde die Klage nun vom Landgericht Osnabrück abgewiesen.

Am 26.4.2003 fand auf dem Schützenplatz Glandorf/Schwege ein sogenanntes "Maibock-Packen" statt. Bei diesem Spiel ging es darum, in einer Wettkampfsituation 1 gegen 1, geknotet an ein "Bungee-Seil", möglichst weit in Richtung des in der Mitte des Spielfeldes aufgestellten "Maibocks" zu laufen, um einen Hula-Hupp-Reifen um den Maibock zu werfen. An dem Spiel nahm auch die Klägerin teil.... Lesen Sie mehr

Landgericht München I, Urteil vom 08.06.2006
- 34 O 13010/05 -

Kein Schadensersatz für vermeintliche "Blutgrätsche"

Auch ein sportlicher Zweikampf kann mit Verletzung enden

Zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft hat sich auch das Landgericht München I mit dem Thema Fußball befassen müssen. Es hat die Klage eines Stürmers des FC Ismaning gegen den Torwart der Spielvereinigung Unterhaching auf Schadensersatz in erster Instanz abgewiesen.

Bei dem Bayernligaspiel der Männermannschaften der beiden Vereine am 22.05.2004 im Sportpark Unterhaching war der Kläger in Richtung des Unterhachinger Tores gelaufen und dabei mit dem Torwart der SpVgg Unterhaching zusammengeprallt, der dem Kläger aus dem Tor heraus entgegenlief. Der Kläger erlitt erhebliche Verletzungen, unter anderem einen Unterschenkelbruch, der Beklagte wurde durch... Lesen Sie mehr

Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 04.07.2005
- 34 U 81/05 -

Fußballer muss für "Blutgrätsche" Schadensersatz leisten

Foul-Spieler muss Arzt- und Krankenhauskosten von mehr als 6.000,-- Euro tragen

Bei einem groben Foul droht neben einer roten Karte auch eine Haftung auf Schadensersatz. Dies geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hervor.

Im März 2003 war der auf Schadensersatz in Anspruch genommene Fußballer während eines Spiels zwischen zwei Amateurmannschaften aus dem Ruhrgebiet - ohne den Ball zu spielen - in das Bein seines Gegenspielers gegrätscht. Die zum Ersatz der hierdurch entstandenen Arzt- und Krankenhauskosten von mehr als 6.000,-- Euro verurteilende Entscheidung des Landgerichts Bochum ist jetzt rechtskräftig geworden.... Lesen Sie mehr




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