wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Samstag, 27. August 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Landgericht Köln, Urteil vom 10.05.1990
34 S 272/89 -

Autobeschädigung aufgrund "Nubbelverbrennung": Veranstalter haftet auf Schadenersatz

Pflicht zum Ergreifen von Schutzmaßnahmen durch Organisator einer "Nubbelverbrennung"

Veranstaltet ein Gastwirt eine "Nubbelverbrennung", so hat er dafür Sorge zu tragen, dass Personen bzw. Sachen nicht zu Schaden kommen. Kommt er dieser Schutzpflicht nicht nach, haftet er im Falle eines Schadenseintritts auf Schadenersatz. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Köln hervor.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: In der Nacht von Karnevalsdienstag zum Aschermittwoch organisierten die Betreiber einer Gaststätte eine "Nubbelverbrennung". Dabei kam es durch Gäste zu einer Beschädigung eines vor der Gaststätte geparkten Fahrzeugs. Der Eigentümer des PKW klagte aufgrund dessen gegen die beiden Betreiber der Gaststätte auf Zahlung von Schadenersatz. Das Amtsgericht Köln wies die Klage ab, woraufhin der Fahrzeugeigentümer Berufung einlegte.

Anspruch auf Schadenersatz bestand

Das Landgericht Köln entschied zu Gunsten des Klägers. Diesem habe gegen die Gaststättenbetreiber ein Anspruch auf Schadenersatz nach § 823 Abs. 1 BGB zugestanden. Denn diese haben ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt.

Pflicht zur Vornahme von Schutzmaßnahmen bestand

Nach Ansicht des Landgerichts seien die Gaststättenbetreiber verpflichtet gewesen, bei der "Nubbelverbrennung" alle Vorkehrungen zu treffen, um Personen oder Sachen Dritter vor Schäden zu schützen. Sie seien zur Vornahme von Schutzmaßnahmen verpflichtet gewesen, weil sie als Veranstalter und Organisatoren eine Gefahrenquelle geschaffen haben. Angesichts der Vielzahl der alkoholisierten Gäste haben die Gaststättenbetreiber Grund zur Besorgnis gehabt, dass auf die vor der Gaststätte geparkten Fahrzeuge keine Rücksicht genommen werde und es deshalb zu Beschädigungen kommen könnte.

Kein Mitverschulden des Fahrzeugeigentümers

Dem Fahrzeugeigentümer sei nach Einschätzung des Landgerichts auch kein Mitverschulden (§ 254 Abs. 1 BGB) anzulasten gewesen. Es sei nicht zu beanstanden gewesen, dass dieser am Karnevalsdienstag mit seinem PKW in die Südstadt gefahren war und ihn dort vor einer Gaststätte parkte. Denn eine "Nubbelverbrennung" finde nicht überall in Köln und in der Südstadt statt. Daher habe der Kläger nicht mit einem erhöhten Schadensrisiko rechnen müssen.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 04.03.2014
Quelle: Landgericht Köln, ra-online (zt/NJW-RR 1991, 799/rb)

Dokument-Nr.: 17466 Dokument-Nr. 17466

Aktuelle Urteile aus dem Schadensersatzrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht (NJW-RR)
Jahrgang: 1991, Seite: 799
NJW-RR 1991, 799
 | Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungs- und Schadensrecht (VersR)
Jahrgang: 1990, Seite: 991
VersR 1990, 991
 | Zeitschrift für Schadenrecht (zfs)
Jahrgang: 1990, Seite: 368
zfs 1990, 368

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil17466

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Werbung