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Sozialgericht Dresden, Gerichtsbescheid vom 12.04.2021
S 5 U 232/20 -

Wegeunfall bei Schock nach Kollision mit Hund auf dem Heimweg

Berufs­genossenschaft muss Wegeunfall als Arbeitsunfall anerkennen

Das Sozialgericht Dresden hat entschieden, dass ein Arbeitsunfall als sogenannter Wegeunfall vorliegt, wenn ein versicherter Arbeitnehmer auf dem unmittelbaren Heimweg von seiner Arbeitsstätte mit einem Hund kollidiert, der unvermittelt auf die Fahrbahn springt und er dabei einen Schock erleidet.

Im konkreten Fall war der Kläger nach der Kollision mit dem Hund von den Freunden des Hundehalters massiv bedrängt und angegriffen worden sowie sein Auto beschädigt worden. Die Angriffe setzen sich fort, nachdem er den Arbeitsweg verlassen und bei einer nahegelegenen Tankstelle Schutz gesucht hatte. Nach den gutachterlichen Feststellungen eines Psychologen leidet der Kläger seitdem an Ängsten und anderen psychischen Störungen, die auf den Unfall und die spätere Bedrohung zurückzuführen seien.

Aufsuchen der Tankstelle lässt Versicherungsschutz nicht entfallen

Das Gericht war im Gegensatz zur beklagten Berufsgenossenschaft der Ansicht, dass der unfallversicherungsrechtliche Schutz durch das Verlassen des unmittelbaren Weges und das Aufsuchen der Tankstelle nicht entfallen sei. Denn auch diese eingeschobene Verrichtung habe in einem inneren Zusammenhang mit dem nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII versicherten Heimweg gestanden. Zu diesem Zeitpunkt sei der Kläger weiterhin bedroht worden; er habe Schutz gesucht und die Polizei verständigen wollen, um den Heimweg überhaupt fortsetzen zu können.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 16.04.2021
Quelle: Sozialgericht Dresden, ra-online (pm/aw)

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Dokument-Nr.: 30123 Dokument-Nr. 30123

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Kommentare (4)

 
 
Dennis Langer schrieb am 21.04.2021

Die Berufsgenossenschaften. Es ist schon krass, wie sie sich immer wieder aus selbst noch so klaren Fällen der Leistungspflicht heraus zu winden versuchen. Und der Staat hält sich fein heraus und lässt sie genauso gewähren wie auch die Finanzämter, welche häufig Wegeunfallkosten nicht von der Einkommenssteuer erstatten wollen. Wen würde es da nicht interessieren zu erfahren, wie wohl die Entscheider über solche Leistungen reagieren würden, wenn sie einmal selbst betroffen wären!

Dennis Langer schrieb am 21.04.2021

Die Berufsgenossenschaften. Es ist schon krass, wie sie sich immer wieder aus selbst noch so klaren Fällen der Leistungspflicht heraus zu winden versuchen. Und der Staat hält sich fein heraus und lässt sie genauso gewähren wie auch die Finanzämter, welche häufig Wegeunfallkosten nicht von der Einkommenssteuer erstatten wollen. Wen würde es da nicht interessieren zu erfahren, wie wohl die Entscheider solcher Leistungen reagieren würden, wenn sei einmal selbst betroffen wären!

spachtelmasse schrieb am 16.04.2021

da springt ein hund auf die fahrbahn und man greift den autofahrer an? hat sich diese szene zufällig vor einer psychatrie abgespielt?

Dennis Langer antwortete am 21.04.2021

Nein, vielmehr in der Nähe einer Tankstelle.

Wer richtig lesen kann, ist klar im Vorteil.

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