wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Donnerstag, 25. August 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern2/0/5(4)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Hamburg-St. Georg, Urteil vom 02.11.2010
920 C 286/09 -

Nachbarliches Rauchen auf dem Balkon berechtigt nicht zur Mietminderung

Rauchen umfasst vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache

Fühlen sich die Mieter einer Dachgeschosswohnung durch das Rauchen der Nachbarn auf dem darunterliegenden Balkon gestört, berechtigt dies diese nicht zu einer Mietminderung. Dies hat das Amtsgericht Hamburg-St. Georg entschieden.

Im zugrunde liegenden Fall minderten die Mieter einer Dachgeschoßwohnung ihre Miete wegen rauchender Mitmieter. Die unter den Mietern wohnenden Nachbarn waren starke Raucher und rauchten auf dem Balkon, so dass der Rauch nach oben stieg und durch die geöffneten Fenster in die Wohnung eindrang. Der Vermieter erkannte die Minderung nicht an und verlangte Zahlung der ausstehenden Miete.

Kein Mangel der Mietsache

Das Amtsgericht Hamburg-St. Georg entschied zu Gunsten des Vermieters. Ihm stand ein Anspruch auf Zahlung der ausstehenden Miete gemäß § 535 Abs. 2 BGB zu. Die Mieter durften ihre Miete nicht mindern, da kein minderungserheblicher Mangel vorlag. Das Rauchen gehört grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung. Nichts anderes gilt daher für das Rauchen auf dem ebenfalls zur Mietsache gehörenden Balkon. Etwas anderes kann sich aber beispielsweise aus der Hausordnung ergeben.

Die Mieter mussten hier unabhängig von den belästigenden und gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Rauchens die damit verbundenen Unannehmlichkeiten hinnehmen. Die Grenze der Unzumutbarkeit war noch nicht überschritten.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 29.10.2012
Quelle: Amtsgericht Hamburg-St. Georg, ra-online (vt/rb)

Dokument-Nr.: 14436 Dokument-Nr. 14436

Rechtsfragen zum diesem Thema auf refrago:

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil14436

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 2 (max. 5)  -  4 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (1)

 
 
Fairplayerin schrieb am 24.02.2014

Bei solch giftigen Dämpfen sollte die Unzumutbarkeitsgrenze eigentlich sehr niedrig angesetzt werden ...!

Grillgerüche sind dagegen nicht krebserregend, sondern n u r Geruchsbelstigung - aber dennoch nur 1-2x monatlich erlaubt!

Wie kann das sein??

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Werbung