die zehn aktuellsten Urteile, die zum „Landgericht Gießen“ veröffentlicht wurden
Landgericht Gießen, Urteil vom 15.12.2010
- 1 S 210/10 -
Bei erkennbaren zukünftigen Bauarbeiten kann der Mieter nicht die Miete mindern
Keine Mietkürzung wegen Baulärm und Bauschmutz vom Nachbargrundstück
Ein Mieter kann wegen Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück die Miete nicht mindern, wenn bei Mietvertragsabschluss erkennbar war, dass auf dem Nachbargrundstück wohl zukünftig Bauarbeiten statt finden werden. Dies hat das Landgericht Gießen entschieden.
Im zugrunde liegenden Fall mieteten Mieter 1998 eine Wohnung im 2. Obergeschoss eines Mietshauses. Das angrenzende Grundstück war in einem verwahrlosten Zustand. Die dort vorhandene Bebauung war abrissreif. Tatsächlich wurden die Gebäude auf dem Nachbargrundstück später auch - in den Jahren 2003 und 2004 - abgerissen.2008 begannen auf dem Grundstück dann Bauarbeiten zur Errichtung eines großen Wohn- und Geschäftswerbekomplexes. Die Mieter fühlten sich hierdurch gestört und minderten die Miete wegen der baubedingten Lärm- und Schmutzbelastung.Das Landgericht Gießen entschied, dass die Mieter die Miete nicht hätten... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Landgericht Gießen, Urteil vom 01.03.2000
- 1 S 443/99 -
Besuchsrecht: 100 % Mietminderung bei Zutrittsverweigerung für Lebensgefährten
Eltern verlangen von Tochter Herausgabe des Wohnungsschlüssels
Vermieter dürfen keine Kontrolle über den Besuch ausüben, den Mieter empfangen wollen. Dies gilt auch, wenn zwischen Mieter und Vermieter ein familiäres Verhältnis besteht. Das hat das Landgericht Gießen entschieden.
Im zugrunde liegenden Fall forderte eine Mieterin die Rückerstattung der von ihr geleisteten Wohnungsmiete. Der Grund: Bei den Vermietern handelte es sich um die eigenen Adoptiveltern, die der Frau den Umgang mit ihrem neuen Lebensgefährten in den eigenen vier Wänden durch Abgabe des Wohnungsschlüssels verbieten wollten. Die Eltern gaben an, kontrollieren zu wollen, "was sich in der... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
Landgericht Gießen, Urteil vom 31.05.2001
- 4 O 585/00 -
Sommerhitze: Auch bei Einbruchgsgefahr, lüften muss sein
Fenster in Kippstellung
Bei hohen Temperaturen darf schon mal ein Fenster in Kippstellung zum Lüften stehen, wie eine Urteil des Landgerichts Gießen zeigt.
Im der Entscheidung zugrunde liegenden Fall ließ eine Wohnungsinhaberin ihr von der Straße nicht einsehbares Wohnzimmerfenster wegen hoher Temperaturen über Nacht zum Lüften in Kippstellung. Die Bewohnerin war die ganze Nacht zu Hause. Sie hielt sich im Schlafzimmer auf. Das Fenster befand sich neben der Terrassentür. Durch das Fenster wurde in der Nacht eingebrochen.... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Landgericht Gießen, Urteil vom 20.02.2002
- 5 O 139/01 -
Sturz auf frisch geputzter Treppe - Hauseingang muss nach dem Putzen nicht trocken sein
Vermieter muss keine Warnschilder aufstellen
Rutscht jemand in einem Miets- oder Bürohaus auf einer frisch gewischten Treppe aus und verletzt sich dabei, so bestehen keine Schadenersatzansprüche gegen den Vermieter. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Gießen hervor.
Im Fall rutschte eine im Haus arbeitende Frau auf dem Weg zum Postbriefkasten auf der kurz zuvor frisch gewischten Treppe im Hauseingang aus. Sie verletzte sich dabei am Bein. Für den Schaden kam zunächst die gesetzliche Unfallversicherung auf. Diese verlangte aber vom Vermieter das verauslagte Geld mit der Begründung zurück, der Vermieter habe die Verkehrssicherungspflicht verletzt.... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
