die zehn aktuellsten Urteile, die zum „Amtsgericht Bad Homburg“ veröffentlicht wurden
Amtsgericht Bad Homburg, Urteil vom 01.07.2008
- 2 C 821/08 -
Umzug in ein mangelfreies Hotel darf für Reisende keinen Aufpreis kosten
Abhilfe eines Reisemangels muss durch Reiseveranstalter kostenlos erfolgen
Das Amtsgericht Bad Homburg bestätigte, dass Reiseveranstalter dazu verpflichtet sind, Mängel einer Reise ohne Aufpreis zu beseitigen. Nachträglich erhobene Mängel können jedoch nicht zur nachträglichen Minderung des Reisepreises herangezogen werden, da diese umgehend und vor Ort dem Reiseveranstalter mitgeteilt werden müssen.
Die Kläger im zugrunde liegenden Fall hatten nach Feststellung verschiedener Mängel im von ihnen gebuchten Hotel mit Einverständnis des Reiseveranstalters den Umzug in eine Ersatzunterkunft vereinbart und vollzogen. Zuvor hatten sie 4 Tage in dem mangelhaften Hotel zugebracht. Der Reiseveranstalter verlangte für den Umzug jedoch eine Zusatzzahlung von 705 Euro, die die Reisenden zunächst auch bezahlten. Die Kläger verlangten später die Rückerstattung des Betrages sowie eine nachträgliche Minderung in Höhe von 833 Euro des ursprünglichen Reisepreises (4.230 Euro).Die der Klage zugrunde liegende Liste umfasste verschiedene Mängel.... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Amtsgericht Bad Homburg, Urteil vom 12.07.2004
- 2 C 150/04 (23) -
Pauschalreise: Wechsel der Airline ist kein Reisemangel
Pauschalreiseverträge sehen in der Regel keinen Anspruch auf eine bestimmte Fluggesellschaft vor
Ein Urlauber, der im Rahmen einer Pauschalreise mit seiner Familie verreist war, machte im Nachhinein Minderung des Reisepreises wegen verschiedener Reisemängel geltend. Unter anderem bemängelte er, dass der Flug mit einer bestimmten Fluggesellschaft vereinbart worden sei. Tatsächlich habe eine andere Fluglinie den Flug bedient. Das Amtsgericht Bad Homburg wies die Klage diesbezüglich ab.
Insoweit liege kein Reisemangel im Sinne von § 651 c Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) vor. Die in der Reisebestätigung angegebene Fluggesellschaft sei keine zugesicherte Eigenschaft der Reise. Aus der Reisebestätigung der beklagten Reiseveranstalterin ergebe sich keine verbindliche Zusage, dass nur mit einer bestimmten Fluggesellschaft und mit keiner anderen geflogen werden sollte.... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
Amtsgericht Bad Homburg, Urteil vom 08.04.2004
- 2 C 297/04 -
Zur Haftung des Reiseveranstalters beim Sturz vom Gepäckwagen
Keine Verkehrssicherungspflicht des Reiseveranstalters
Ein Reiseveranstalter muss nicht dafür haften, wenn ein Reisender von einem Gepäckwagen stürzt. Das hat das Amtsgericht Bad Homburg entschieden.
Im Fall fuhr ein Reisender auf der Pritsche eines Gepäckwagens, der nicht für den Personentransport vorgesehen war, neben seinem Koffer mit. Bei einem Ausweichmanöver des Wagens fiel der Urlauber zu Boden und zog sich Schürfungen und Prellungen zu.Eine Klage gegen den Reiseveranstalter auf Schmerzensgeld wies das Amtsgericht Bad Homburg ab. Den Reiseveranstalter treffe... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Amtsgericht Bad Homburg, Urteil vom 25.01.2005
- 2 C 2400/04 -
Bei angeblicher Salmonellenvergiftung im Hotel bestehen strenge Nachweispflichten
Wer einen Schadenersatzanspruch aus einer Salmonellenvergiftung, die er sich in einem Hotel zugezogen haben will, geltend macht, muss schlüssig darlegen, dass die Vergiftung vom Hotelessen herrührt. Es reicht nicht aus, wenn der Reisende sagt, Speisen und Getränke lediglich im Hotel eingenommen zu haben. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Bad Homburg hervor.
Im Fall behauptete der Kläger, sich während des Urlaubs auf Rhodos durch das Hotelessen eine Salmonellenvergiftung zugezogen zu haben. Ca. 120 der 180 Hotelgäste seien ebenfalls erkrankt. Der Kläger verlangte vom Reiseveranstalter eine Minderung des Reisepreises sowie Schadensersatz wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubstage.Das Amtsgericht Bad Homburg wies die Klage ab. Es... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
