die zehn aktuellsten Urteile, die zum „Arbeitsgericht Köln“ veröffentlicht wurden
Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 05.04.2011
- 12 Ca 8659/10 -
ArbG Köln: Keine Pflicht zum Tragen einer Piloten-Mütze nur für Männer
Arbeitgeber darf nicht ausschließlich männliches Cockpitpersonal zum Tragen der Cockpit-Mütze in öffentlichen Flughafenbereichen verpflichten
Ein Pilot ist nicht dazu verpflichtet, seine Cockpit-Mütze in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich zu tragen, solange hierzu seitens des Arbeitgebers ausschließlich das männliche Cockpitpersonal angehalten wird. Dies entschied das Arbeitsgericht Köln.
Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Pilot in einem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich seine Cockpit-Mütze nicht getragen und daher von seinem Arbeitgeber einen Eintrag in seiner Personalakte erhalten.Die vom Pilot hiergegen gerichtete Klage war vor dem Arbeitsgericht Köln erfolgreich. Nach Auffassung des Gerichts ist der Kläger nicht verpflichtet, seine Cockpit-Mütze in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereichs zu tragen, solange die Beklagte ausschließlich das männliche Cockpitpersonal zum Tragen der Cockpit-Mütze in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Flughafenbereich verpflichtet. Auch die erteilte... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 20.01.2011
- 6 Ca 4641/10 -
ArbG Köln: Fristlose Kündigung eines WDR-Redakteurs unwirksam
Gründe für Entlassung angesichts eine langjährigen Arbeitsverhältnisses nicht ausreichend
Das Arbeitsgericht Köln hat die Kündigung eines WDR-Redakteurs, dem in Zusammenhang mit Berichterstattungen über ein Medikaments bei gleichzeitiger Markteinführung des Präparats Missachtung journalistischer Pflichten vorgeworfen wurden, für unwirksam erklärt. Nach Auffassung des Gerichts sind die Gründe für die Entlassung angesichts des langjährigen Arbeitsverhältnisses nicht ausreichend.
Der Kläger des zugrunde liegenden Falls war seit 1988 bei dem WDR als Redakteur und Autor beschäftigt. Für seine journalistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.Der WDR wirft dem Kläger vor, in einem am 19. Oktober 2009 gesendeten Filmbericht und durch einen Auftritt am 21. Oktober 2009 in der Fernsehsendung "Hart aber fair" unter Missachtung journalistischer... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 30.09.2009
- 18 Ca 10651/08 -
Beleidigungen und Bedrohungen von Arbeitskollegen: Ohne Nachweis für Fehlverhalten ist fristlose Kündigung unwirksam
Ungenau bezeichnetes Fehlverhalten reicht für fristlose Kündigung nicht aus und muss zuvor abgemahnt werden
Ein Arbeitgeber muss für eine fristlose Kündigung den genauen Zeitpunkt und den genauen Ort des Fehlverhaltens nennen. Ist ihm dies nicht möglich, ist die Kündigung unwirksam. Das Arbeitsgericht Köln entschieden.
Im zugrunde liegenden Streitfall war laut Angaben des Arbeitgebers einer seiner Lageristen durch ständiges rüpelhaftes Verhalten unangenehm aufgefallen. Der Arbeitnehmer bedrohte und beleidigte seine Arbeitskollegen in regelmäßigen Abständen, was der Arbeitgeber teilweise auch nachweisen konnte. Ende Juni 2008 soll der Lagerist urplötzlich und ohne Vorwarnung einem Mitarbeiter im Aufenthaltsraum... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 25.03.2010
- 4 Ca 10458/09 -
ArbG Köln: Kündigung wegen Schweißgeruchs in der Probezeit zulässig
Kündigungsschutz greift erst nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses ein
Ein Mitarbeiter kann wegen eines ungepflegten Erscheinungsbildes zum Ende der Probezeit gekündigt werden, da ein Kündigungsschutz erst nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses eintritt. Dies entschied das Arbeitsgericht Köln.
Im zugrunde liegenden Fall hatte der beklagte Arbeitgeber dem Kläger Schweißgeruch und ein ungepflegtes Erscheinungsbild vorgeworfen. Der Arbeitgeber kündigte dem Arbeitnehmer gegen Ende der Probezeit.Die hiergegen erhobene Kündigungsschutzklage hatte vor dem Arbeitsgericht Köln keinen Erfolg. Der Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz greift erst nach sechsmonatigem... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 21.01.2010
- 6 Ca 3846/09 -
Häufige Toilettenbesuche rechtfertigen keine Gehaltskürzung
Akute Verdauungsprobleme dürfen nicht zum finanziellen Nachteil des Angestellten werden
Ein Arbeitgeber darf seinem Angestellten wegen häufiger Toilettenbesuche nicht das Gehalt kürzen. Dies entschied das Arbeitsgericht Köln.
Im zugrunde liegenden Fall war der Kläger seit August 2008 als Rechtsanwalt bei der Kölner Rechtsanwaltskanzlei des Beklagten angestellt. Durch minutiöse schriftliche Aufzeichnungen hatte der beklagte Rechtsanwalt feststellen lassen, dass sein Angestellter im Zeitraum vom 08. Mai bis 26. Mai 2009 insgesamt 384 Minuten auf der Toilette verbracht hatte.Der Beklagte... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.08.2008
- 17 Ca 51/08 -
ArbG Köln: Fristlose Kündigung wegen Pilgerreise nach Mekka unwirksam
Keine Kündigung trotz eigenmächtigen Urlaubsantritts
Einer gläubigen und praktizierenden Muslima kann wegen der Teilnahme an einer Pilgerreise nach Mekka auch dann nicht fristlos gekündigt werden, wenn ihr die Urlaubserteilung eigentlich verweigert wurde. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Köln.
Die Klägerin ist bei der Stadt Köln als Begleiterin behinderter Kinder bei Schulbusfahrten beschäftigt. Ihr wurde von dem hier beklagten Arbeitgeberunternehmen mitgeteilt, dass sie ihren Urlaub nur während der Schulferien nehmen könne.Die Klägerin hatte vorgetragen, dass Urlaub für eine „Große Pilgerfahrt“, die zu den fünf Geboten für Moslems zählt, wegen des Termins... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
Arbeitsgericht Köln, Beschluss vom 30.10.2008
- 14 BV 324/08 -
Gewerkschaft GNBZ ist nicht tariffähig
Mangelnde Gegnerunabhängigkeit
Die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) ist nicht tariffähig. Zu diesem Ergebnis kam das Arbeitsgericht Köln und hat demgemäß dem Antrag der Gewerkschaft ver.di auf Feststellung der fehlenden Tariffähigkeit der GNBZ stattgegeben.
Die Tariffähigkeit einer Gewerkschaft ist Voraussetzung für den Abschluss eines wirksamen Tarifvertrags. Die GNBZ hatte im Dezember 2007 zwei Tarifverträge über einen Mindestlohn in der Brief- und Zustellbranche geschlossen.Der Gewerkschaft fehlt es nach Auffassung des Arbeitsgerichts Köln aufgrund personeller Verflechtungen mit der Arbeitgeberseite und aufgrund erheblicher... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
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Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 06.08.2008
- 9 Ca 7687/07 -
Männlicher Bewerber kann von Frauenberatungsstelle abgelehnt werden
Arbeitsgericht Köln entscheidet zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Das Arbeitsgericht Köln hatte zu entscheiden, ob ein männlicher Bewerber, der sich für eine Stelle bei einer Frauenberatung bewirbt, abgelehnt werden darf.
Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darf es keine Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes geben. Allerdings kann es von diesem Grundsatz auch Ausnahmen geben. Eine solche Ausnahme liegt vor, wenn ein männlicher Bewerber in einer Frauenberatungsstelle (hier: agisra e.V. Köln) tätig werden möchte.agisra e.V. hatte in einer Stellenausschreibung explizit... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
