Verwaltungsgericht Karlsruhe, Urteil vom 09.07.2026
- A 13 K 6191/25 -
Klage gegen Einreiseverweigerung als unzulässig abgewiesen
Einreiseverweigerung verletzte weder Rechte des Klägers aus der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) noch aus der Grundrechtecharta der Europäischen Union
Ein Mann aus Algerien ist vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe mit einer Klage gegen eine Zurückweisung gescheitert. Der Mann hatte in Deutschland Asyl gesucht und wurde nach Frankreich zurückgeschickt. Das Verwaltungsgericht lehnte die Klage des Mannes aus rechtstechnischen Gründen als unzulässig ab.
Der Kläger reiste nach eigenen Angaben am 11. Juni 2025 mit dem Zug von Frankreich nach Deutschland. Nach seiner Ankunft am Karlsruher Hauptbahnhof wurde er von Beamten der Bundespolizei einer Kontrolle unterzogen. Dabei konnte er keine Identitäts- und Aufenthaltspapiere vorlegen. Der Kläger äußerte ein Asylbegehren. Er wurde auf der Wache erkennungsdienstlich behandelt. Dabei wurde festgestellt, dass der Kläger bereits am 10. Juni 2025 in Offenburg aufgrund der Straftat „Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen“ erkennungsdienstlich behandelt worden war. Befragt zum Anlass der Reise nach Deutschland gab er an, er habe Algerien im Oktober 2024 verlassen und schon in Spanien und Frankreich Asyl beantragt. Er habe Streit mit seinem Großvater und wolle in Deutschland seine Lebensumstände verbessern.Mit Verfügung vom 11. Juni 2025 verweigert die Bundespolizeiinspektion... Lesen Sie mehr
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom09.07.2026
- C-234/25 -
Widerrufsrecht gilt auch für Streaming-Abonnement
Widerrufsrecht darf nicht ausgeschlossen werden, wenn das Angebot dem Nutzerverhalten angepasst wird
Auch wer ein Streaming-Abo abschließt, hat ein Widerrufsrecht. Dies hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Der kleine Haken: Für die bis zum Widerruf genutzte Leistung muss der Verbraucher aber zahlen. Lesen Sie mehr
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Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom09.07.2026
Erfolglose Eilanträge gegen die Gestaltung des Gesetzgebungsverfahrens zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Mit Beschlüssen hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts zwei Eilanträge zur Gestaltung des Gesetzgebungsverfahrens zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz abgelehnt. Lesen Sie mehr
Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom09.07.2026
- 2 BvE 3/26 -
Erfolglose Organklage gegen die Gestaltung des Gesetzgebungsverfahrens zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat einen Antrag im Organstreitverfahren verworfen, der die Gestaltung des Gesetzgebungsverfahrens zum Gebäudemodernisierungsgesetz betrifft. Die Antragstellenden – zwei Abgeordnete sowie eine Fraktion des Deutschen Bundestages – machen eine Verletzung ihrer Beteiligungs- und Informationsrechte dadurch geltend, dass die Bundesregierung für das Gesetzgebungsverfahren erforderliche Informationen nicht gegeben habe und der Deutsche Bundestag gleichwohl die Verabschiedung des Gesetzentwurfs vorantreibe. Lesen Sie mehr
Bundesgerichtshof, Urteil vom08.07.2026
- IV ZR 256/25 -
BGH stärkt Vertragserben gegen Schenkungen auch wenn sich der Erblasser ein Recht zum Rücktritt vom Erbvertrag vorbehalten hat
Zum Anspruch des Vertragserben gegen den Beschenkten auf Herausgabe eines lebzeitigen Geschenks des Erblassers
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein dem Erblasser in einem Erbvertrag vorbehaltenes, aber noch nicht ausgeübtes Recht zum Rücktritt vom Erbvertrag nicht ausschließt, dass der vertraglich eingesetzte Erbe ein Geschenk des Erblassers an einen Dritten von diesem nach dem Tod des Erblassers zurückverlangen kann. Lesen Sie mehr
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Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom23.06.2026
- 6 A 11758/25.OVG -
Vorverpackte Brötchen dürfen ohne Gewichtsangabe verkauft werden
Alle Stücke müssen sichtbar und leicht zählbar sein oder die Stückzahl auf der Packung angegeben sein
Vorverpackte verzehrfertige Brötchen dürfen wie vorverpackte Aufbackbrötchen ohne Angabe eines Füllgewichts verkauft werden, wenn alle Stücke von außen sichtbar und leicht zählbar sind oder die Stückzahl auf der Packung angegeben ist. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz. Lesen Sie mehr
Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom16.06.2026
- VG 1 K 377/24 und VG 1 K 68/25 -
Polizeibeauftragter des Landes Berlin ohne Klagebefugnis
Auch kein Klagerecht aus dem Polizeibeauftragtengesetz
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Thüringer Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom02.06.2026
- 1 ZKO 486/23 -
Stadt Bad Langensalza muss abgerissene Garnisonsmauer rekonstruieren
Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom06.07.2026
- 17 B 784/26 -
Deutsch-Rapper 18 Karat darf nach Portugal abgeschoben werden
Wiederholungsgefahr nach Drogenstraftaten
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Amtsgericht München, Urteil vom10.02.2026
- 173 C 9993/25 -
Nachbar klagt erfolgreich gegen Beleuchtung zwischen 22:00 und 06.00 Uhr
Klage gegen Wegbeleuchtung auf Nachbargrundstück
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Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom06.07.2026
- OVG 12 S 45/26, OVG 12 S 55/26 -
Bürgermeister darf keine unsachlichen und unzulässigen Äußerungen über Landrat verbreiten
Oberverwaltungsgericht untersagt abermals Äußerungen des Bürgermeisters der Stadt Rheinsberg
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Verwaltungsgericht Oldenburg, Beschluss vom24.06.2026
- 15 B 1105/26 -
Eilantrag eines Mitglieds der Freiwilligen Feuerwehr Brookmerland gegen dessen Zuordnung zu anderer Ortsfeuerwehr erfolgreich
Zur Auslegung einer Feuerwehrsatzung
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Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom21.05.2026
- 2 BvR 1096/22, 2 BvR 1097/22 -
Bundesverfassungsgericht bestätigt Verbot von Sexpuppen, die wie Kinder aussehen
Erfolglose Verfassungsbeschwerden gegen das strafbewehrte Verbot des Inverkehrbringens, Erwerbs und Besitzes von Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild
Lesen Sie mehr
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom16.06.2026
- 6 C 10023/26.OVG -
Landkreissatzung über die Finanzierung von Kindertagesstätten unwirksam
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom02.07.2026
- C-67/25 -
Auch kostenlose Internetseiten und Blogs dürfen Videos von Russia Today nicht veröffentlichen
Verbot hängt weder von einer Gewinnerzielungsabsicht noch vom Umfang oder der Dauer der Verbreitung ab
Lesen Sie mehr
Europäischer Gerichtshof, Urteil vom02.07.2026
- C-738/22 -
Google muss Rekordbußgeld in Höhe von rund 4,1 Milliarden Euro zahlen
Missbrauch einer beherrschenden Stellung der Suchmaschine Google Search im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android
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Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom01.07.2026
- 17 U 132/22 -
Grenzabstand einhaltende Bambushecke über sechs Meter muss nicht zurückgeschnitten werden
Bundesgerichtshof, Urteil vom02.07.2026
- I ZR 96/22 -
Möbelstreit zwischen USM Haller und Konektra: Auch Möbel können als Werk der angewandten Kunst urheberrechtlich schützenswert sein
BGH-Urteil zur urheberrechtlichen Schutzfähigkeit des USM Haller Möbelsystems
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Verwaltungsgericht Hannover, Urteil vom30.06.2026
- 4 A 2744/23 -
Erkennungsdienstliche Behandlung eines Reserveoffiziers rechtmäßig
Verwaltungsgericht Köln, Beschluss vom29.06.2026
- 1 L 1267/26 -
Handel mit LSD-Derivaten 1Fe-LSD und 4-PrO-MET ist verboten
Das Verwaltungsgericht Köln hat eine Entscheidung zu so genannten „Legal Highs“ getroffen. Der gewerbliche Handel mit den LSD-Derivaten 1Fe-LSD und 4-PrO-MET in Tablettenform ist verboten. Er verstößt gegen das europarechtliche Verbot des Inverkehrbringens von nicht zugelassenen neuartigen Lebensmitteln. Bei Zuwiderhandeln kann daher ein Einzelhandelsgewerbe untersagt werden. Das Verwaltungsgericht Köln hat mit seiner Entscheidung den Eilantrag eines Unternehmens gegen eine Untersagungsverfügung der Bundesstadt Bonn abgelehnt. Lesen Sie mehr
Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom30.06.2026
- VG 32 K 13/23 -
Sendeverbot für Russia Today bestätigt
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat einer GmbH mit Sitz in Berlin im Februar 2022 zu Recht untersagt, das Fernsehprogramm RT DE (Russia Today auf Deutsch) in Deutschland zu veranstalten. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. Lesen Sie mehr
Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom11.06.2026
- 2-24 O 527/23 -
20.000 Euro Schmerzengeld für Verletzungen bei heftigen Turbulenzen im Flugzeug
Das Landgericht Frankfurt am Main hat einem Flugpassagier, der sich bei heftigen Turbulenzen auf dem Hinflug in seinen zweiwöchigen Pauschalurlaub auf Mauritius im Flugzeug erheblich verletzt hatte, ein Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 Euro nach dem Montrealer Übereinkommen zugesprochen. Außerdem haben der verletzte Flugpassagier und dessen Frau einen Anspruch auf Rückzahlung des gesamten Reisepreises wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit. Für beide war nach den schweren Verletzungen des Mannes ein erholsamer Urlaub nicht mehr möglich. Lesen Sie mehr
Bundesgerichtshof, Urteil vom26.06.2026
- V ZR 92/25 -
BGH zum gutgläubigen Erwerb eines möglicherweise abhandengekommenen Familienarchivs
Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, ob die Bundesrepublik Deutschland ein auf die Verfolgung der Zeugen Jehovas während der Zeit des Nationalsozialismus bezogenes Familienarchiv gutgläubig erworben hat. In diesem Zusammenhang ist geklärt worden, dass das Abhandenkommen einer beweglichen Sache erst dann beendet ist, wenn der Eigentümer erneut Besitz an der Sache erlangt, und dass der Umstand, dass der Eigentümer die durch das Abhandenkommen einer Sache begründete Besitzlage duldet, nichts daran ändert, dass die Sache weiterhin abhandengekommen ist. Lesen Sie mehr
Amtsgericht München, Urteil vom09.07.2026
- 1292 C 17648/23 -
Wohnungseigentümergemeinschaft darf Teich stilllegen und neu bepflanzen
Die Eigentümerin einer Erdgeschosswohnung muss es hinnehmen, wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) beschließt, einen auf der Wohnanlage befindlichen Teich stillzulegen und neu zu bepflanzen. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgericht München hervor. Lesen Sie mehr
Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom28.04.2026
- L 3 U 189/24 -
Weg zur Essensbeschaffung im Homeoffice kann als versicherter Arbeitsweg gelten, wenn eine ausreichende betriebliche Einbindung besteht
Das Hessische Landessozialgericht hat in zwei Fällen zu Tätigkeiten im Homeoffice und bei mobilem Arbeiten klargestellt, unter welchen Voraussetzungen Betroffene auf Wegen zum Erwerb des Mittagessens in der Mittagspause gesetzlich unfallversichert sind. Lesen Sie mehr
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom25.06.2026
- 6 AZR 7/26 -
Kündigung trotz fehlerhafter Angaben in Massenentlassungsanzeige wirksam
Abhängig von den Umständen des Einzelfalls können Kündigungen trotz Fehlern bei den Angaben in der Massenentlassungsanzeige wirksam sein. Lesen Sie mehr
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom24.06.2026
- 1 B 10852/26.OVG -
Genehmigung für Hubschrauberspritzungen in Mosel-Steillagen vorläufig bestätigt
In steilen Weinbergen an der Mosel dürfen auch im Jahr 2026 weiterhin Fungizide mittels Hubschrauber gespritzt werden. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz in einem Eilrechtsschutzverfahren. Lesen Sie mehr
Oberlandesgericht Zweibrücken, Beschluss vom15.12.2025
- 2 UF 153/25 -
Familiengericht überträgt getrennt lebender Mutter die alleinige Entscheidungsbefugnis für Weihnachtsbesuch bei der im osteuropäischen Ausland lebenden Familie mutterseits
Das Pfälzische Oberlandesgericht hat entschieden, dass eine Mutter mit ihrem Sohn gegen den Willen dessen Vaters die Weihnachtsfeiertage bei ihrer im Ausland lebenden Familie verbringen darf. Lesen Sie mehr
Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom25.06.2026
- C-277/25 -
EU-Kfz-Haftpflichtrichtlinie steht der Abtretung von Schadensersatzforderungen an Inkasso-Unternehmen nicht entgegen
In Polen erhielten mehrere Personen, deren Fahrzeuge bei Verkehrsunfällen beschädigt worden waren, Entschädigungszahlungen von den Versicherungen der Unfallverursacher. Da sie der Ansicht waren, dass die erhaltenen Beträge ihren Sachschaden nicht vollständig ersetzten, traten sie ihre Entschädigungsforderungen gegen Entgelt an Inkasso-Unternehmen ab. Lesen Sie mehr
Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom24.06.2026
- T-77/24 -
EuGH erklärt Ausschluss von Geschäftsflugzeugen aus der EU-Taxonomie für nichtig
Das Gericht erklärt den Ausschluss der Herstellung von Luftfahrzeugen, die für die private oder gewerbliche Geschäftsreiseluftfahrt bestimmt sind, von den „Übergangstätigkeiten“ für nichtig. Lesen Sie mehr
