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Donnerstag, 4. Juni 2026

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Landgericht Berlin II, Urteil vom 19.03.2026
- 52 O 86/25 -

Unwirksame Preiserhöhung für Handtuchservice bei Fitness-Kette "Holmes Place"

Verbraucherzentrale klagt mit Erfolg gegen Holmes Place Health Clubs GmbH

Schweigen auf eine Preiserhöhung per E-Mail stellt keine Zustimmung zu einer Vertragsänderung dar. Dies hat das Landgericht Berlin in einem aktuellen Urteil klargestellt.

Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Mitglied der Fitnessstudio-Kette "Holmes Place" zusätzlich zu seinem Mitgliedsbeitrag einen Handtuchservice für 10 Euro im Jahr abgeschlossen. Damit hatte das Mitglied ein Recht auf 1 frisches Handtuch pro Fitnessstudio-Besuch.Per E-Mail vom 24. Oktober 2024 teilte das Fitness-Studio seinen Mitgliedern mit, dass der Handtuchservice ab dem 1. Dezember 2024 zu einem Preis von 49,90 Euro angeboten wird. Sollte das Mitglied die Preisanpassung akzeptieren, so müsse es nichts weiter tun. Andernfalls könne es sich aktiv vom Handtuchservice abmelden.Die Verbraucherzentrale mahnte Holmes Place am 3. Dezember 2024 ab und forderte die Kette auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale enthielt die E-Mail vom 24. Oktober irreführende Angaben. Die E-Mail suggeriere,... Lesen Sie mehr

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom03.06.2026
- OVG 6 B 22/25, OVG 6 B 3/26 und OVG 6 B 4/26 -

Rückforderung von Corona-Soforthilfen rechtmäßig

Oberverwaltungsgericht gibt der Investitionsbank des Landes Brandenburg recht

Die Empfänger von Corona-Soforthilfe in Brandenburg müssen die ihnen gewährte Zuwendung zurückzahlen, wenn sie aus den erhaltenen Bewilligungsbescheiden erkennen konnten, dass die Soforthilfe zu dem Zweck gewährt wurde, einen prognostizierten existenzbedrohenden Liquiditätsengpass in den folgenden drei Monaten zu vermeiden, und dieser Liquiditätsengpass tatsächlich nicht eingetreten ist. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in drei Verfahren entschieden. Lesen Sie mehr

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Verwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom28.05.2026
- 4 L 575/26.KO -

Keine Aussetzung der Genehmigung für Hubschrauberspritzungen in Mosel-Weinbergen

Erteilte Genehmigung zur Ausbringung bestimmter Fungizide per Hubschrauber rechtmäßig

In Mosel-Steillagen dürfen auch im Jahr 2026 vorerst weiterhin Fungizide mittels Hubschrauber gespritzt werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Koblenz in einem Eilverfahren entschieden. Lesen Sie mehr

Verwaltungsgericht Hannover, Beschluss vom01.06.2026
- 10 B 1105/26 -

Niedersächsischer Verfassungsschutz darf den AfD Landesverband Niedersachsen vorläufig zum Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung hochstufen

Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag ab

Das Verwaltungsgericht Hannover hat den Eilantrag des Landesverbandes der AfD gegen den Niedersächsischen Verfassungsschutz abgelehnt. Der Antrag richtete sich unter anderem gegen die Bestimmung der AfD Niedersachsen zum Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung. Lesen Sie mehr

Bundesgerichtshof, Urteil vom03.06.2026
- I ZR 123/25 -

BGH bestätigt Rückkehrpflicht für Mietwagen nach dem Personenbeförderungsgesetz

Verpflichtung zur unverzüglichen Rückkehr des Mietwagens zum Betriebssitz stellt weder einen Verstoß gegen Unionsrecht noch gegen Verfassungsrecht dar

Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die sich aus dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) für Mietwagen ergebende Verpflichtung zur unverzüglichen Rückkehr zum Betriebssitz nach Ausführung des Beförderungsauftrags bei fehlendem grenzüberschreitendem Bezug nicht in den Anwendungsbereich des Unionsrechts fällt. Durchgreifende Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieser Rückkehrpflicht hat der Senat ebenfalls nicht. Lesen Sie mehr

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Verwaltungsgericht Düsseldorf, Urteil vom11.05.2026
- 35 K 11301/25.O und 35 K 11303/25.O -

Polizeibeamte wegen Strafvereitelung im Amt aus dem Beamtenverhältnis entfernt

Polizeibeamten haben das Vertrauen des Dienstherrn und der Allgemeinheit verloren

Die 2. Landesdisziplinarkammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf hat mit Urteilen vom 11. Mai 2026, die den Beteiligten jetzt zugestellt wurden, auf die Disziplinarklage des Dienstherrn zwei Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Essen aus dem Beamtenverhältnis entfernt und damit die disziplinarrechtliche Höchstmaßnahme verhängt. Lesen Sie mehr

Verwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom24.04.2026
- 2 L 226/26.KO -

Beförderung zum Stabsfeldwebel darf nicht von einer starren Mindestdienstzeit abhängig gemacht werden

Ausschluss eines Feldwebels vom Beförderungsverfahren allein wegen Nichterreichens eines Mindestdienstalters verletzt den Bewerbungsverfahrensanspruch aus Art. 33 Abs. 2 GG und entbehrt einer hinreichenden Rechtsgrundlage
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Verwaltungsgericht Berlin, Beschluss vom01.06.2026
- VG 24 L 117/26 -

Der wegen Drogenhandels und Kriminalität bekannte "Görlitzer Park" in Berlin-Kreuzberg muss offen bleiben

Verwaltungsgericht setzt Öffnungszeitenregelung für den Görlitzer Park vorläufig außer Vollzug
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Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom29.05.2026
- 12 Sa 861/23 -

Landesarbeitsgericht bestätigt die außerordentliche Kündigung der Leiterin Intendanz des RBB

Vorherige Abmahnung war nicht erforderlich
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Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom29.04.2026
- 17 U 62/24 -

Zur Haftung für Geldabhebungen bei auf dem Versandweg abhanden gekommener Debitkarte

Kontoinhaber hat Anspruch auf Schadensersatz bei unbefugten Geldabhebungen
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Verwaltungsgericht Gießen, Urteil vom01.06.2026
- 8 K 165/25.GI -

Kein Anspruch auf Umbettung einer Urne nach Umzug

Wohnsitzwechsel ist kein besonderer Grund für eine Umbettung
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Landgericht Frankenthal (Pfalz), Hinweisbeschluss vom08.05.2026
- 2 S 132/24 -

Trotz Unterschrift kein wirksamer Küchenkauf im Möbelhaus

Kaufvertrag kommt nur zustande, wenn sich die Parteien über die wesentlichen Vertragsbestandteile geeinigt haben
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Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom28.05.2026
- OVG 12 B 7/24 -

Kein genereller subsidiärer Schutz für russische Wehrpflichtige

Keine beachtliche Wahrscheinlichkeit gegen den Willen als so genannter „Vertragssoldat“ verpflichtet zu werden
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Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom28.05.2026
- 42 Ca 3438/26 -

Arbeitsgericht weist AGG-Entschädigungsklage einer nicht-binären Person wegen Rechtsmissbrauchs ab

Keine ernsthafte Bewerbung - Nicht-binäre Person hat ausschließlich das Ziel verfolgt, Ansprüche auf Entschädigung geltend zu machen
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Landgericht Koblenz, Urteil vom28.05.2026

Fall Luise: Die zum Tatzeitpunkt 12 und 13 Jahre alten Täterinnen müssen für Mord an dem 12-jährigen Mädchen Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen

Die unter 14-jährigenTäterinnen sind zwar nicht strafmündig, hatten aber nach dem Bürgerlichen Recht die erforderliche Einsichtsfähigkeit für das Unrecht ihrer Handlungen
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Verwaltungsgericht Osnabrück, Beschluss vom27.05.2026
- 4 B 25/26 -

Genehmigung zum Abschuss von zwei Wölfen nach Bundesjagdgesetz (BJagdG)

Verwaltungsgericht lehnt Antrag auf Erlass einer sog. Zwischenverfügung ab
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Oberlandesgericht Hamburg, Urteil vom27.05.2026
- 13 U 95/23 -

Hamburgische Sparkasse - Haspa - muss nach Schließfachraub keinen Schadenersatz zahlen

Tresorraum wurde branchenüblich gesichert
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Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom27.05.2026
- 13 A 2858/24 -

Teleshopping-Sender QVC hat keinen Anspruch auf eine bevorzugte Platzierung auf Smart-TVs

Teleshopping ist kein "Public Value" - Shoppingsender fördert keine Meinungsvielfalt
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Bundesgerichtshof, Urteil vom20.05.2026
- VIII ZR 46/25 & VIII ZR 47/25 -

Wärmelieferungskosten nach Heizungsumstellung nicht ohne Weiteres umlagefähig

Der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige Bundesgerichtshof hat in zwei Verfahren entschieden, dass die Vorschrift des § 556 c BGB über die Umlage von Wärmelieferungskosten als Betriebskosten auf den Mieter weder unmittelbar noch entsprechend anwendbar ist, wenn die Wohnung bislang durch von dem Mieter betriebene Einzelöfen beheizt wurde und der Vermieter die Wärmeversorgung auf eine gewerbliche Lieferung durch einen Wärmelieferanten umstellt. Lesen Sie mehr

Oberlandesgericht Düsseldorf, Beschluss vom22.05.2026
- VII-Verg 6/26 -

Oberlandesgericht hält Ausschluss der aufschiebenden Wirkung im Bundeswehrbeschaffungsrecht für unvereinbar

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hält eine Regelung in dem Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz für verfassungswidrig. Deshalb hat es ein Vergabenachprüfungsverfahren betreffend eine solche Bundeswehrbeschaffung ausgesetzt, um es dem Bundesverfassungsgericht zur Kontrolle der betroffenen Norm vorzulegen. Lesen Sie mehr

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom30.04.2026
- 16 U 90/25 -

"nius" verletzte mit Berichterstattung über Transfrau Persönlichkeitsrechte und muss 6.000 Euro Entschädigung zahlen

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) betätigte, dass die Beklagte zur Unterlassung der angegriffenen Passagen in ihren Veröffentlichungen verpflichtet ist. Lesen Sie mehr

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom21.05.2026
- 8 AZR 194/25 (F) -

Bundesarbeitsgericht bestätigt Kirchenzugehörigkeit als Einstellungsvoraussetzung

Religionsgemeinschaften und die ihnen zugeordneten Einrichtungen können als Einstellungsvoraussetzung eine Kirchenzugehörigkeit verlangen, wenn diese nach der Art der Tätigkeit oder den Umständen ihrer Ausübung angesichts des Ethos der Religionsgemeinschaft eine gerechtfertigte berufliche Anforderung darstellt. Lesen Sie mehr

Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom15.04.2026
- 1 BvL 5/21 -

Asylsuchende dürfen geringere Sozialhilfe erhalten als Bürgergeld-Empfänger

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass im Zeitraum vom 1. September 2018 bis zum 20. August 2019 die Höhe der existenzsichernden Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), die außerhalb einer Aufnahmeeinrichtung lebende Menschen in den ersten 15 Monaten des Aufenthalts in Deutschland in den Bedarfsstufen 1 und 5 beanspruchen konnten, im Wesentlichen mit dem Grundgesetz vereinbar war. Lesen Sie mehr

Bundesfinanzhof, Urteil vom24.03.2026
- VIII R 6/24 -

Ausgaben für das häusliche Arbeitszimmer müssen zeitnah sowie einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben erfasst werden

Im Zusammenhang mit der Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmers eines selbständig tätigen Steuerpflichtigen, der seinen Gewinn nach der Einnahme-Überschussrechnung ermittelt, hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 24.03.2026 – VIII R 6/24 die für solche Aufwendungen geltende Aufzeichnungspflicht in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht konkretisiert. Diese Anforderungen sind einzuhalten. Ein Verstoß führt dazu, dass die Aufwendungen grundsätzlich nicht abzugsfähig sind. Lesen Sie mehr

Verwaltungsgericht Schleswig, Urteil vom20.05.2026
- 6 A 74/21 -

Verkauf von Getränkedosen in Grenzläden - sog. Borderhops - unterliegt der Pfandpflicht

Auch Skandinavier müssen im Grenzgebiet Dosenpfand in Geschäften an der dänischen Grenze zahlen. Der Verkauf von Dosen in dänischen Bordershops unterliegt der Pfandpflicht. Das hat die 6. Kammer des Verwaltungsgericht Schleswig entschieden. Lesen Sie mehr

Oberlandesgericht Zweibrücken, Urteil vom31.03.2026
- 4 W 4/26 -

Social-Media-Plattformbetreiber muss bei wahrheitswidriger Bewertung Nutzerdaten herausgeben

Ein Plattformbetreiber ist zur Herausgabe der Daten eines Nutzers verpflichtet, wenn der Nutzer in einer Bewertung auf der Social-Media-Plattform seinem (ehemaligen) Arbeitgeber wahrheitswidrig falsche Tatsachen vorwirft. Dies hat das Pfälzische Oberlandesgericht entschieden. Lesen Sie mehr

Bundesgerichtshof, Urteil vom21.05.2026
- III ZR 56/25 -

Rehaklinik durfte blinde Patientin abweisen

Eine Patientin, der die Aufnahme in eine Rehaklinik versagt worden ist, weil infolge ihrer Blindheit für den Betreiber ein zusätzlicher Betreuungsaufwand entstanden wäre, hat keinen Anspruch auf Schadensersatz und Entschädigung nach § 21 Abs. 2 AGG. Das hat der unter anderem für das Dienstvertragsrecht zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden. Lesen Sie mehr

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom19.05.2026
- 7 CE 26.397 -

Presse hat nur teilweisen Auskunftsanspruch über Teilnehmer von Staatsempfängen beim „Ludwig-Erhard-Gipfel“

Die Presse hat keinen vollumfänglichen Anspruch gegenüber der Bayerischen Staatskanzlei auf Auskunft darüber, wer zu den beim "Ludwig-Erhard-Gipfel" veranstalteten Staatsempfängen eingeladen war und ob eine Einladung seitens der Bayerischen Staatsregierung oder seitens des ausrichtenden Unternehmens veranlasst wurde. Auskunft muss nur über die Namen und Funktionen der Personen erteilt werden, die tatsächlich an einem der Staatsempfänge teilgenommen und sich damit aus ihrer Privatsphäre in die Öffentlichkeit begeben haben. Dies hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Lesen Sie mehr

Verwaltungsgericht Köln, Beschluss vom20.05.2026
- 13 L 3120/25 -

Verfassungsschutz darf "Jüdische Stimme" vorläufig als gesichert extremistische Bestrebung einstufen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) darf den Verein "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" vorläufig als gesichert extremistische Bestrebung einstufen und behandeln. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln mit Beschluss vom 20. Mai 2026 entschieden und damit einen Eilantrag des Vereins abgelehnt. Lesen Sie mehr