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Verwaltungsgericht Weimar, Beschluss vom 08.06.2009
2 E 682/09 We -

VG Weimar: Verspäteter Schüler darf an Wiederholungsprüfung teilnehmen

Ausschluss von Prüfung nicht in Schuldordnung verankert und somit nicht gerechtfertigt

Ein Schüler, der am Tag seiner Abiturprüfung zu spät in der Schule erscheint, darf nicht gänzlich von der Prüfung ausgeschlossen werden. Er hat dann das Recht auf eine Wiederholungsprüfung. Dies hat das Verwaltungsgericht Weimar entschieden.

Der Schüler war zu seiner Abiturprüfung verspätet erschienen und daraufhin durch die Prüfungskommission von der weiteren Prüfung ausgeschlossen worden. Der Antragsteller begehrte nun im Wege des Eilrechtsschutzes vom Freistaat die Zulassung zur Wiederholungsprüfung in dem versäumten Fach.

Keine Rechtsgrundlage für den Ausschluss von Prüfung in der Schulordnung

Das Verwaltungsgericht Weimar hielt den Eilantrag für zulässig und begründet. Die Prüfungskommission habe den Schüler von der Prüfung im Fach Altgriechisch offensichtlich rechtswidrig ausgeschlossen. Entgegen der Auffassung des Schulamtes habe der Prüfling seine Prüfung nicht wegen von ihm zu vertretender Umstände versäumt. Für den Ausschluss von der Prüfung gebe es in der Schulordnung keine Rechtsgrundlage. Es finde sich an keiner Stelle der Schulordnung eine Vorschrift, die es rechtfertige, einen verspätet erscheinenden Prüfling von der weiteren Prüfung auszuschließen. Vielmehr stelle es das eigene Risiko eines Prüflings dar, wenn er verspätet zur Prüfung erscheine und ihm später eine geringere Bearbeitungszeit bei der Prüfung verbleibe, so die Richter. Das Gericht sah darüber hinaus keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass ein verspäteter Eintritt des Antragstellers in die Prüfung für die Mitprüflinge eine massive Störung bedeutet hätte.

Gefahr des Täuschungsversuchs kein überzeugendes Argument

Die Argumentation des Schulamts, dass bei einem verspäteten Prüfungsbeginn eines Schülers Täuschungen nicht wirksam verhindert werden könnten, überzeugte das Gericht nicht. Es sei nicht einleuchtend, warum Täuschungstatbestände gerade in einem solchen Fall erleichtert würden.

Eindruck, dass frühere Verspätungen Ausschlag für Prüfungsausschluss gegeben haben, erweckt

Das Gericht könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass vorliegend aus Verärgerung über zuvor vorgekommene Verspätungen des Antragstellers bzw. über die näheren Umstände der Verspätung am Prüfungstag ein Ausschluss von der Prüfung erfolgen sollte. Dies finde jedoch in den schulrechtlichen Regelungen keinerlei Grundlage.

Erreichter Vorteil durch Nachprüfung

Dass dem Schüler aufgrund des vollständigen Ausschlusses von der weiteren Prüfung und der nun erreichten Möglichkeit der Teilnahme an der Nachholprüfung ein Vorteil insoweit zukomme, als ihm jetzt die gesamte Prüfungszeit zur Verfügung stehe, sei dem unberechtigten Ausschluss am eigentlichen Prüfungstag geschuldet.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 15.09.2009
Quelle: ra-online, VG Weimar

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Dokument-Nr.: 8456 Dokument-Nr. 8456

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