wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Mittwoch, 16. Oktober 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 12.07.2012
VG 16 K 89.11 -

Ehemaliges Bekleidungsamt des III. Armeekorps ist kein Denkmal

Gebäudekomplex unterliegt wegen fehlenden Interesses der Allgemeinheit nicht dem Denkmalschutz

Das ehemalige Bekleidungsamt des III. Armeekorps in Berlin-Spandau ist nicht als Denkmal einzustufen. Der Gebäudekomplex hat zwar geschichtliche Bedeutung, da er einen Abschnitt der Stadt-, Bezirks- und Militärgeschichte Spandaus bezeugt und auch städtebauliche Bedeutung hat. Die Erhaltung der Anlage liege aber nicht im Interesse der Allgemeinheit. Dies geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hervor.

Die Klägerin des zugrunde liegenden Streitfall erwarb 2009 ein Grundstück in Berlin-Spandau, auf dem sich u.a. vier um einen Innenhof gruppierte freistehende Ziegelbauten (Dienstgebäude, Wohngebäude für zwei Unterbeamte, Werkstatt- sowie Lagergebäude) befinden. Die Gebäude wurden 1888 als Bekleidungsamt für das III. Armeekorps errichtet. Im April 2010 nahm das Landesdenkmalamt Berlin den Gebäudekomplex nachrichtlich in die Denkmalliste auf. Das Bezirksamt stellte sich ebenfalls auf den Standpunkt, das Bekleidungsamt sei für die Struktur und die Stadt- und Militärgeschichte Spandaus prägend und besitze große städtebauliche sowie stadtentwicklungsgeschichtliche Bedeutung.

Gebäudekomplex kommt weder künstlerische noch wissenschaftliche Bedeutung zu

Anlage verfügt über keine künstlerische oder wissenschaftliche Bedeutung Das Verwaltungsgericht Berlin-Spandau gab der auf die Feststellung gerichteten Klage, dass der Gebäudekomplex nicht dem Denkmalschutz unterliege, statt. Der Anlage komme keine künstlerische oder wissenschaftliche Bedeutung zu. Die Gebäude ließen sich keinem bestimmten Architekten zuordnen, seien nicht für eine bestimmte Stilrichtung exemplarisch und sprächen das ästhetische Empfinden auch nicht in besonderer Weise an. Ferner seien sie weder schon Gegenstand wissenschaftlicher Forschung gewesen noch als konkretes Forschungsvorhaben vorgesehen. Der Gebäudekomplex habe allerdings geschichtliche Bedeutung, weil er einen Abschnitt der Stadt-, Bezirks- und Militärgeschichte Spandaus bezeuge, und er habe auch städtebauliche Bedeutung. Die Erhaltung der Anlage liege aber nicht im Interesse der Allgemeinheit. Dieses sei nur zu bejahen, wenn eine allgemeine Überzeugung von der Denkmalwürdigkeit einer Anlage und der Notwendigkeit ihrer Erhaltung bestehe, insbesondere wenn die Denkmalwürdigkeit in das Bewusstsein der Bevölkerung oder eines breiteren Kreises von Sachverständigen eingegangen sei. Daran fehle es hier. Bislang hätten sich keine für die Öffentlichkeit bestimmte Publikationen, Ausstellungen oder Berichte mit der Anlage befasst. Auch sachverständige Äußerungen oder Fachveröffentlichungen dazu existierten nicht. Eine Unterschutzstellung dränge sich auch nicht auf, weil die Anlage die durch sie bezeugten geschichtlichen Vorgänge nicht besonders anschaulich vermittle. Weder sei heute noch mit hinreichender Deutlichkeit zu erkennen, dass es sich dabei überhaupt einmal um eine Anlage der militärischen Infrastruktur gehandelt habe, noch sei die konkrete frühere Funktion der Baulichkeiten an diesen deutlich ablesbar. Ein Seltenheitswert komme der Anlage ebenfalls nicht zu.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 02.08.2012
Quelle: Verwaltungsgericht Berlin/ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Denkmalschutzrecht | Verwaltungsrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Bekleidung | Kleidung | Denkmalschutz

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 13894 Dokument-Nr. 13894

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil13894

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...



Werbung