wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Freitag, 22. November 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 21.10.2013
3 U 17/12 -

Patient hat bei Schädigung seiner Hoden nach Leisten­bruch­operation keinen Anspruch auf Schadensersatz

Hinweise auf Behandlungsfehler oder mangelnde Patientenaufklärung nicht feststellbar

Ein Patient, der an der Leiste operiert wurde, kann für die Schädigung seiner Hoden keinen Schadensersatz vom Krankenhausträger der Klinik verlangen, wenn die Operation nicht behandlungs­fehler­haft durchgeführt und der Patient zudem hinreichend aufgeklärt wurde. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm.

Dem Fall liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Im Februar 2007 ließ der heute 48 Jahre alte Patient wiederholt aufgetretene, beidseitige Leistenbrüche in der zum Klinikverbund der Beklagten gehörenden Klinik operativ versorgen. Nach der Operation kam es zur Schwellung und Hämatombildung im Bereich des Hodensacks, die zunächst konservativ behandelt wurde. Bei einer weiteren, Ende des Jahres 2007 in einer anderen Klinik durchgeführten Operation wurde der rechte Hoden entfernt, so dass dem Patienten nur der linke – zudem geschädigte – Hoden verblieb. Mit der Begründung, er sei bei und nach der Leistenbruchoperation fehlerhaft behandelt und außerdem unzureichend aufgeklärt worden, hat der Patient vom Krankenhausträger Schadensersatz verlangt, u.a. ein Schmerzensgeld in Höhe von 120.000 Euro.

Ärztlicher Behandlungsfehler nicht feststellbar

Die Schadensersatzklage blieb jedoch erfolglos. Nach dem eingeholten medizinischen Sachverständigengutachten konnte das Oberlandesgericht Hamm keinen ärztlichen Behandlungsfehler feststellen. Die Leistenbruchoperation sei indiziert und fehlerfrei durchgeführt worden. Letzteres gelte auch für die operative Nachsorge in der Klinik. Die Schwellungen und Verhärtungen des Hodensacks hätten zunächst konservativ behandelt werden dürfen. Weitergehende Untersuchungen und Behandlungen seien nicht angezeigt gewesen. Die bei der späteren Operation festgestellte Schädigung beider Hoden könne auch auf nicht durch die Operation verursachte chronische Durchblutungsstörungen zurückzuführen sein.

Patient wurde über Operationsmethoden und deren Risiken ausreichend informiert

In die im Februar 2007 durchgeführte Operation habe der Patient wirksam eingewilligt. Nach den Aussagen der beteiligten Ärzte sei er über die in Betracht kommenden Operationsmethoden und deren Risiken, u.a. das Risiko einer Hodenschädigung, ausreichend informiert worden.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 31.01.2014
Quelle: Oberlandesgericht Hamm/ra-online

Aktuelle Urteile aus dem Arzthaftungsrecht | Schadensersatzrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 17604 Dokument-Nr. 17604

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil17604

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...



Werbung