wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Donnerstag, 2. Dezember 2021

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche



Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Landgericht Osnabrück, Urteil vom 09.11.2006
5 O 1112/06 -

Umgestürzter Baum: Stadt muss keinen Schadensersatz für beschädigtes Kirchengebäude zahlen

Stadt hat Verkehrs­sicherungs­pflicht nicht verletzt

Die klagende Kirchengemeinde ist Eigentümerin einer Kirche in Osnabrück. Am 25.11.2005 stürzte aufgrund der an diesem Tag herrschenden katastrophen-ähnlichen Wetterbedingungen mit heftigen und langanhaltenden Schneefällen und starkem Sturm ein Straßenbaum auf die Kirche und richtete erhebliche Beschädigungen an.

Mit ihrer Klage hat die Kirchengemeinde von der beklagten Stadt Ersatz des von der Versicherung nicht übernommenen Sachschadens in Höhe von ca. 15.600,- € verlangt. Sie hat behauptet, zu dem Unfall sei es nur gekommen, weil die Stadt die Baumkontrolle nicht sachgerecht ausgeübt habe. Bei richtiger Einschätzung habe die Kastanie bereits vor dem Unfall entfernt werden müssen, weil sie nicht standsicher gewesen sei.

Die 5. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück hat die Klage nach Einholung eines Sachverständigengutachtens und der Vernehmung des mit der Kontrolle des Baumes beauftragten Mitarbeiters der beklagten Stadt abgewiesen. Zur Begründung hat das Gericht ausgeführt, dass nicht festgestellt werden könne, dass die Stadt ihre Pflicht zur Kontrolle des Straßenbaums verletzt habe. Dabei stehe nach dem eingeholten Sachverständigengutachten für das Gericht fest, dass der Baum aufgrund einer Wurzelfäule bei richtiger Einschätzung des Ausmaßes der Erkrankung hätte gefällt werden müssen. Es sei aber nicht bewiesen, dass diese Erkrankung bei der Kontrolle des Baumes auch erkennbar gewesen sei. Zwar habe der Zeuge bei der Kontrolle u.a. festgestellt, dass das Blattwerk kleiner als normal und bräunlich verfärbt gewesen sei, er habe dies jedoch darauf zurückgeführt, dass der Baum – wie zahlreiche Kastanien – von der Miniermotte befallen war. Dazu habe der Sachverständige nachvollziehbar erläutert, dass die Wurzelfäule schwierig zu erkennen sei und die von der Miniermotte verursachten Symptome den Folgen der Wurzelfäule sehr ähnlich seien. Angesichts dessen könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Symptome der Wurzelfäule im Rahmen der von der Stadt geschuldeten Kontrollen nicht erkennbar gewesen seien.

Dieses Beweisergebnis gehe zu Lasten der Klägerin, die die Darlegungs- und Beweislast für die Pflichtverletzung und deren Kausalität für den Schaden trage.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 16.11.2006
Quelle: ra-online, Pressemitteilung des LG Osnabrück vom 16.11.2006

Aktuelle Urteile aus dem Schadensersatzrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 3357 Dokument-Nr. 3357

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil3357

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 
Drucken



Werbung