wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Dienstag, 25. September 2018

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(1)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Laufen, Urteil vom 12.01.2017
2 C 618/16 -

Vermieter einer Ferienwohnung muss Mitnahme von Haustieren nicht erlauben

Rechtsprechung zu Haustieren in Wohn­raum­miet­verhältnissen nicht auf Be­herbergungs­verträge übertragbar

Der Vermieter einer Ferienwohnung muss die Mitnahme von Haustieren nicht erlauben. Es besteht auch keine Verpflichtung auf das Verbot der Mitnahme vorab hinzuweisen. Die Rechtsprechung zu Haustieren in Wohn­raum­miet­verhältnissen ist auf Be­herbergungs­verträge nicht übertragbar. Dies hat das Amtsgericht Laufen entschieden.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Eine Frau buchte für sich und ihre Familie eine Ferienwohnung für einige Tage im August 2016. Die Frau besaß einen vier Monate alten Zwergpinscher-Welpen, welchen sie mit in die Ferienwohnung mitnehmen wollte. Die Vermieterin ließ dies aber nicht zu. Sie verbat Haustiere in der Wohnung. Die Frau sah sich aufgrund dessen gezwungen eine Ersatzunterkunft zu buchen. Die dadurch entstandenen Mehrkosten verlangte sie von der Vermieterin klageweise ersetzt. Sie führte an, dass weder auf der Homepage der Vermieterin noch sonst ein Hinweis vorhanden gewesen sei, wonach die Mitnahme von Haustieren verboten ist. Ohnehin sei ein generelles Verbot von Haustieren im Rahmen von Wohnraummietverhältnissen unzulässig.

Kein Anspruch auf Schadensersatz

Das Amtsgericht Laufen entschied gegen die Klägerin. Ihr stehe kein Anspruch auf Schadensersatz zu. Denn die Beklagte habe zulässig die Mitnahme von Haustieren verbieten dürfen.

Keine Anwendung der Rechtsprechung zu Wohnraummietverhältnissen

Nach Auffassung des Amtsgerichts komme die Rechtsprechung über Haustiere in Wohnraummietverhältnissen bei Ferienwohnungen nicht zur Anwendung. Denn bei der Anmietung einer Ferienwohnung komme kein Wohnraummietvertrag zustande, sondern ein Beherbergungsvertrag. Anders als bei einem Wohnraummietverhältnis komme es in aller Regel bei der Anmietung einer Ferienwohnung zu häufigen Mieterwechseln. Zudem werden von der Anmietung zusätzliche Leistungen umfasst, die bei der Anmietung von Räumlichkeiten zum dauerhaften Bewohnen üblicherweise nicht vorliegen, wie etwa die Überlassung von Alltagsgegenständen. Die rechtliche und tatsächliche Situation zur Gestattung von Haustieren sei somit nicht vergleichbar.

Vermieter muss nicht vorab über Verbot von Haustieren informieren

Für den Vermieter einer Ferienwohnung bestehe auch nicht die Pflicht, so das Amtsgericht, vorab über das Verbot von Haustieren zu informieren. Es obliege vielmehr dem Mieter der Ferienwohnung, rechtzeitig vor Vertragsschluss Erkundigungen zu treffen, ob Haustiere mitgebracht werden dürfen.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 29.05.2018
Quelle: Amtsgericht Laufen, ra-online (zt/RRa 2018, 66/rb)

Aktuelle Urteile aus dem Reiserecht | Schadensersatzrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Reiserecht aktuell (RRa)
Jahrgang: 2018, Seite: 66
RRa 2018, 66

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 25968 Dokument-Nr. 25968

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Urteil25968

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken


Werbung