wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
kostenlose-Urteile.de
Mittwoch, 23. Oktober 2019

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht München, Vergleich vom 19.11.2003
262 C 20973/03 -

Fehlender Warnhinweis: Schmerzensgeld bei Sturz im wischnassen Treppenhaus

Ein Sturz im wischnassen Treppenhaus kann Schmerzensgeldforderungen gegen ein Reinigungsunternehmen begründen, wenn dieses keinen Warnhinweis auf der Treppe aufgestellt hat. Dies hat das Amtsgericht München entschieden.

Am 16.07.2002 gegen 8.00 Uhr morgens verließ die in München wohnhafte Klägerin ihr Appartement, um über die Treppe ihr Mietshaus am Plievierpark zu verlassen. Der Lift war ausgefallen. Auf der dritten Treppenstufe zog es der Klägerin die Beine weg und sie fand sich plötzlich fünf Treppenstufen tiefer auf dem Zwischenabsatz wieder. Sie hatte starke Schmerzen, konnte nicht aufstehen und musste mit dem Krankenwagen zu einem Arzt gebracht werden. Ende August 2002 schloss sich eine Operation an dem lädierten Knie (Innenmeniskusverletzung) an.

Nach Darstellung der Klägerin vor Gericht sei der Sturz darauf zurückzuführen, dass am Morgen des 16.07.2002 in dem Mietshaus Reinigungsarbeiten im Treppenhaus durchgeführt wurden. Die Treppe sei kurz zuvor nass gewischt worden. Das mit Reinigungsmittel versetzte Wasser habe die Treppe rutschig gemacht; die hierauf nicht gefasste Klägerin habe daher den Halt verloren und sei die Treppe hinuntergefallen. Ein Warnschild sei von der Reinigungsfirma nicht aufgestellt gewesen, so dass die Klägerin keinen Anlass sah, sich besonders vorzusehen, insbesondere sich Schritt für Schritt mit der Hand am Treppengeländer abwärts zu bewegen.

Vor dem Amtsgericht München verlangte die Klägerin von der beklagten Reinigungsfirma 2.600,00 EUR Schmerzensgeld. Die Beklagte ließ vortragen, dass ihr Reinigungspersonal laufend geschult werde, insbesondere auch darauf, deutlich sichtbare Warnhinweise auf den Treppenabsätzen aufzustellen, wenn nass gereinigt werde. Diese Reinigungsschilder seien auch am fraglichen Morgen aufgestellt gewesen. Die an dem Morgen tätige Reinigungskraft sei bereits seit zehn Jahren beanstandungsfrei für die Beklagte tätig. Die Klägerin sei daher selbst schuld an dem Unfall.

Im Verlaufe des Gerichtsverfahrens erweiterte die Klägerin ihre Klage auf die damals vor Ort tätige Reinigungskraft. Diese wurde in der mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht München informatorisch als Beklagte gehört. Dort gab sie erstmals an, an dem fraglichen Morgen vergessen zu haben, die Warnschilder aufzustellen. Darauf schlossen die Parteien im Termin auf dringendes Anraten des Gerichts einen Vergleich, indem sich die beklagte Reinigungsfirma verpflichtete, an die Klägerin 1.900,00 EUR Schmerzensgeld zu bezahlen.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 29.04.2005
Quelle: ra-online, AG München

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht | Schadensersatzrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Dokument-Nr.: 2351 Dokument-Nr. 2351

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Entscheidung2351

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Schicken Sie uns Ihr Urteil!Ihre Kanzlei hat interessante, wichtige oder kuriose Fälle vor Gericht verhandelt?
Senden Sie uns diese Entscheidungen doch einfach für kostenlose-urteile.de zu. Unsere Redaktion schaut gern, ob sich das Urteil für eine Veröffentlichung eignet.
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...



Werbung