die zehn aktuellsten Urteile, die zum „Amtsgericht Berlin-Pankow / Weißensee“ veröffentlicht wurden
Amtsgericht Berlin-Pankow/Weißensee, Urteil vom 05.08.2004
- 3 C 71/03 -
Geruchsbelästigungen - Mietwohnung riecht nach Fleischerei
5 % Mietminderung sind angemessen
Dringen Fleisch- und Wurstgerüche aus einer Fleischerei durch den Dielenboden in die Wohnung darüber, kann der Wohnungsmieter die Miete um 5 % mindern. Das gilt auch, wenn der Mieter von der Existenz der Fleischerei vor Vertragsabschluss wusste; denn üblicherweise dringen Gerüche höchstens über geöffnete Fenster und Türen in andere Mieteinheiten, nicht aber durch den Fußboden. Das hat das Amtsgericht Berlin Pankow-Weißensee entschieden.
In der Wohnung eines Mieters roch es ständig nach Fleischerei. Nach erfolglosen Beschwerden beim Eigentümer kürzte der Mieter die Miete und sorgte selbst durch eine Abdichtung des Dielenbodens für Abhilfe. Er klagte auf Mietminderung und Aufwendungsersatz.Das Amtsgericht Pankow/Weißensee gab ihm weitgehend Recht. Wenn aus dem darunter liegenden Erdgeschoss ständig Fleisch- und Wurstgeruch in eine Wohnung dringe, dann stelle das eine erhebliche Belästigung und einen Mangel der Mietsache dar. Die monatlichen Zahlungen dürften deswegen um fünf Prozent gemindert werden.Der Umstand, dass dem Mieter bei Vertragsschluss das Vorhandensein... Lesen Sie mehr| Diskutieren Sie mit
