wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Dienstag, 24. Mai 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern4/0/5(4)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 16.11.2015
5 B 925/15 -

Zweijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt: Von einem Rottweiler ausgehende Gefahr rechtfertigt Einschläferung

Eilantrag gegen die Anordnung der Einschläferung des Hundes ohne Erfolg

Das Ober­verwaltungs­gericht Nordrhein-Westfalen hat die Einschläferung des Rottweilers "Pascha" bestätigt und damit einen hiergegen gerichteten Eilantrag der Halterin des Hundes abgelehnt. Die Stadt Duisburg hatte die Einschläferung nach den Vorschriften des Landeshundegesetzes angeordnet, nachdem der Hund eine Familie angegriffen und dabei ein zweijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt hatte.

Im zugrunde liegenden Fall hatte der Rottweiler "Pascha" am 6. Juli 2015 am Rheindeich in Duisburg eine Familie angegriffen. Bei dem Angriff wurden dem Kind der Familie große Teile der Kopfhaut abgerissen, daneben erlitt es teils schwere Bisswunden an Ohren, Auge, Mund, Bauch und Beinen.

Amtstierärztliches Gutachten stellt fehlgeleitetes Jagdverhalten des Hundes fest

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen ist ebenso wie die Vorinstanz zu dem Ergebnis gelangt, dass die von dem Rottweiler ausgehenden Gefahren seine Einschläferung rechtfertigen. Angesichts des drohenden immensen Schadens im Fall einer erneuten Beißattacke komme es auch nicht in Betracht, den Hund - wie von der Halterin vorgeschlagen - in die Hände einer Tierschutzeinrichtung zu geben. Bei seiner Einschätzung stützte sich das Oberverwaltungsgericht wie zuvor das Verwaltungsgericht maßgeblich auf ein amtstierärztliches Gutachten. Die Amtstierärztin hatte ein inadäquates bzw. fehlgeleitetes Jagdverhalten festgestellt. Eine Beißhemmung habe während des unvermittelt gestarteten und sodann zielgerichtet über mehrere Minuten fortgesetzten Angriffs auf das Mädchen nicht bestanden. Der Rottweiler könne auch nicht mehr erfolgversprechend therapiert werden.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 17.11.2015
Quelle: Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen/ra-online

Dokument-Nr.: 21870 Dokument-Nr. 21870

Aktuelle Urteile aus dem Tierschutzrecht | Tierrecht | Verwaltungsrecht

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Beschluss21870

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  4 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (4)

 
 
wommel schrieb am 23.11.2015

Wer so ein Urteil verhängt, Unrecht mit Unrecht zu vergelten, rechtfertigt auch die Notwendigkeit zum Töten in Kriegen!

Deutsche Gerichte; wie immer ein Beispiel für absolute Rechtsunfähigkeit!!!

Lutz Lautenchläger schrieb am 18.11.2015

Das Urteil hätte unter Berücksichtigung des Tieres selbst, gefällt werden müssen, da jedes Tier ein Leben lang vom Tierhalter abhängig ist. Tiere fällen Entscheidungen auf Grundlage ihrer Erziehung und antrainiertem Verhalten. Ich sehe nur einen direkten kausalen Zusammenhang von Ursache und Wirkung bezüglich des eingetretenen Schadens nicht beim Tier, sondern beim Hundehalter, der die Ursache in der Erziehung des Hundes gesetzt und so die alleinige Verantwortung im Tun des Hundes hat. Ich glaube nicht, daß ein Veterenär in der Lage ist, eine fachgerechte Wesensprüfung des Hundes durchführen kann. Unter Berücksichtigung aller Umstände hätte das Gericht im Urteil zum Ergebnis kommen müssen, daß der Hund in professionelle Hände kommt und dem Hundebesitzer, neben dem Schadenersatz und Strafe, ein lebenslanges Hundehalteverbot mittlerer und großer Rassen auferlegt wird.

Kat antwortete am 23.11.2015

Dass es überhaupt zu einem Urteil kommen musste zeigt aus meiner Sicht die unmenschliche Einstellung des Tierhalters. Der Angriff auf ein Kleinstkind, das mehrere Minuten dauerte ... Wie mag es wohl den Eltern des Kindes gehen bzw. dem Kind selbst, wenn es schwerstentstellt sein Leben bestreiten muss.

Mitleser schrieb am 18.11.2015

Das Urteil ist meiner Meinung nach, das beste für das Tier.

Werbung

Drucken


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Werbung