wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Mittwoch, 1. Juni 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(1)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Landgericht Hannover, Urteil vom 15.04.1994
9 S 211/93 -

Durchfeuchtungsschäden wegen einer Dachundichtigkeit, Trittschallgeräusche und Knackgeräusche in der Heizung berechtigen zu einer Mietminderung

Unschöner Eindruck alter Doppelfenster in einem Altbau berechtigen nicht zu einer Mietminderung

Kommt es infolge der Undichtigkeit des Daches zu einem Durchfeuchtungsschaden berechtigt dies ebenso wie deutlich vernehmende Trittschallgeräusche und laute Betriebsgeräusche der Heizung zu einer Mietminderung. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgerichtes Hannover hervor.

In dem zugrunde liegenden Fall minderten die Mieter einer Mietwohnung ihre Miete wegen einer Dachundichtigkeit, deutlicher Trittschallgeräusche, lauter Betriebsgeräusche der Heizung und unschöner Doppelfenster.

Dachundichtigkeit

Das Landgericht Hannover hielt eine Minderung wegen der aufgrund der Dachundichtigkeit aufgetretenen Durchfeuchtungsschäden in Höhe von 2 % für gerechtfertigt. Es bestand zwar nur eine geringfügige Beeinträchtigung, die aber für sich genommen zu einer nicht mehr nur unerheblichen Minderung der Tauglichkeit des Mietobjektes geführt hatte.

Trittschallgeräusche

Bezüglich der deutlich und laut wahrnehmbaren Trittschallgeräusche war nach Ansicht des Landgerichts eine Mietzinsminderung in Höhe von 5 % gerechtfertigt. Die Schallisolierung zwischen den Stockwerken genügte nicht einmal den Mindestanforderungen, die man selbst in einem Altbau erwarten durfte.

Betriebsgeräusche der Heizung

Das Landgericht führte weiter aus, dass die Knackgeräusche der Heizung die Mieter zu einer Mietminderung von 10 % berechtigten. Dabei war es unerheblich, dass die sehr deutlichen und als relativ laut eingestuften Geräusche in dieser Intensität lediglich im sogenannten Schwachlastbetrieb auftraten. Denn die Heizung wurde überwiegend im Schwachlastbetrieb genutzt. Nämlich während der gesamten "Übergangszeit" und an kühlen Tagen im Sommer sowie vor allem im Winter auch nachts und damit zu einer Zeit in der Geräusche durchaus als lästig und ruhestörend empfunden werden.

Doppelfenster

Nach Auffassung des Landgerichts kam eine Mietminderung wegen der alten Doppelfenster nicht in Betracht. Zwar machten die äußeren Fensterflügel einen sehr desolaten Eindruck, die inneren Flügel waren dagegen in einem einigermaßen ordnungsgemäßen Zustand und schließten halbwegs dicht ab. Der bloße unschöne optische Eindruck vermochte angesichts der etwa gleichermaßen vorhandenen Zustandes der Altbauwohnung eine Mangelhaftigkeit nicht begründen. Dieser insgesamt unterhalb der Regel liegende bauliche Zustand ist als solcher bei Anmietung vertragsgemäß so hingenommen worden und fand auch seinen Niederschlag in dem niedrigen Mietzins.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 25.10.2012
Quelle: Landgericht Hannover, ra-online (zt/WuM 1994, 463/rb)

Dokument-Nr.: 12617 Dokument-Nr. 12617

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht (NJW-RR)
Jahrgang: 1995, Seite: 331
NJW-RR 1995, 331
 | Zeitschrift: Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)
Jahrgang: 1994, Seite: 463
WuM 1994, 463

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil12617

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Werbung