wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Sonntag, 29. Mai 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Lichtenberg, Urteil vom 09.06.2011
111 C 319/09 -

Vermieter muss Wohnungstüren für nachträgliches Verlegen von Teppichboden nicht kürzen

Fehlender Abstand zwischen Tür und Fußboden stellt keinen Mietmangel dar

Es stellt keinen Mietmangel dar, wenn Mieter in ihrer Wohnung Teppichboden nicht verlegen können, weil der Abstand zwischen Tür und Fußboden zu gering ist. Daher haben Mieter gegenüber dem Vermieter auch keinen Anspruch auf Kürzung der Wohnungstüren. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Lichtenberg hervor.

Streitpunkt des zugrunde liegenden Falls war die Forderung der Mieter an ihre Vermieterin auf Vergrößerung des Luftspalts zwischen Wohnungstüren und vorhandenem Linoleumboden, damit das nachträgliche Auslegen von Teppichboden möglich würde. Die Vermieterin lehnte dies ab, bot aber an, die Mieter könnten die Türblätter auf eigene Kosten kürzen, sofern sie diese bei Auszug in den ursprünglichen Zustand zurück versetzen würden.

Mieter: Abstand entspricht nicht den Regeln der Technik

Die Mieter blieben jedoch bei ihrer Forderung und verwiesen darauf, dass ein nachträgliches Auslegen von Teppichware durch den Mieter allgemeinüblich sei, der Abstand ihrer Türblätter zum vorhandenen Linoleumboden allerdings nicht den anerkannten Regeln der Technik entspräche. Dadurch würde ein nachträgliches Verlegen von Teppichboden erschwert und stelle demnach einen Mietmangel dar. Sie wiesen in diesem Zusammenhang außerdem darauf hin, dass der vorhandene Luftspalt ausschließlich durch Einlegung von Unterlegscheiben erreicht wurde und der eigentliche Wert damit unter dem gemessenen Wert liegen würde.

Kein Mietmangel durch fehlenden Abstand von Tür zu vorhandenem Fußboden

Das Gericht wies die Klage der Mieter ab. Nach Einholung eines Sachverständigengutachtens konnte nicht festgestellt werden, dass der vorhandene Luftspalt nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Auch nach Abzug der zusätzlichen Breite durch die Unterlegscheiben ergab sich kein Wert, der unterhalb der Toleranzwerte (nach DIN 18101) liegt. Die Veränderung des Luftspalts durch Unterlegscheiben stellt nach Sachverständigenmeinung zudem eine fachgerechte Änderung des Luftspalts dar. Zusätzlich stellte das Gericht fest, dass die beschriebene Schwierigkeit beim Auslegen des Teppichs grundsätzlich keinen Mangel der Mietwohnung bedeutet. Die Türblätter müssen nach Auffassung des Gerichts lediglich an dem bei Einzug der Mieter vorhandenen Bodenbelag ausgerichtet sein.

Werbung

der Leitsatz

§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB (rao)

1. Ein zu geringer Luftspalt zwischen Türen und Linoleumboden, der ein Verlegen von Teppichboden nicht zulässt, stellt keinen Mietmangel dar.

2. Der Mieter hat gegen den Vermieter keinen Anspruch auf Kürzen der Türen, um Teppichboden verlegen zu können.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 15.11.2011
Quelle: Amtsgericht Berlin-Lichtenberg/ra-online (vt/st)

Dokument-Nr.: 12333 Dokument-Nr. 12333

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Urteile zu den Schlagwörtern: Luftspalt | Mietmangel | Mietmängel | Mietminderung | Miete mindern | Teppich | Teppichboden | Tür | Türblatt | Vermieter | Vermieterin
Fundstellen in der Fachliteratur: Das Grundeigentum - Zeitschrift für die gesamte Grundstücks-, Haus- und Wohnungswirtschaft (GE)
Jahrgang: 2011, Seite: 1027
GE 2011, 1027

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil12333

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Wenn Sie einen Anwalt suchen, kann Ihnen unser Partnerportal, das Deutsche Anwaltsregister, sicher helfen:
einen Anwalt über das Deutsche Anwaltsregister suchenSie suchen einen Anwalt?
Das Deutsche Anwaltsregister hilft ...

kostenlose-urteile.de - kostenlos Urteile recherchieren, ohne Abo - kostenlos Urteile lesen, ohne Zeitbeschränkung

einige wichtige Links:Startseite | Impressum | Kontakt | über uns

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Werbung