wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen


Werbung

kostenlose-Urteile.de
Mittwoch, 29. Juni 2016

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff für die Urteilssuche ein:
unsere Urteilssuche




Logo des Deutschen Anwaltsregister (DAWR)

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern0/0/5(0)
Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Köpenick, Urteil vom 03.05.2013
12 C 384/12 -

Hausfassade: Keine Mietminderung bei Efeubewuchs und nistenden Vögeln

Keine erhebliche Minderung der Gebrauchs­tauglichkeit

Ist ein Wohnhaus mit Efeu bewachsen und kommt es deshalb wegen dort nistender Vögel und Ungeziefer zu Lärmbelästigung und Schmutz, so kann der Mieter nicht die Miete mindern. Dies hat das Amtsgericht Köpenick entschieden.

Im zugrunde liegenden Fall war die Fassade eines Hauses mit Efeu bewachsen. Der Efeubewuchs befand sich auch zwischen dem Küchen- und Schlafzimmerfenster eines Mieters. Teils stand der Efeu auch etwas von der Fassade ab und bot hierdurch Vögeln die Möglichkeit im Efeu zu nisten. Auch dort, wo das Küchenfenster etwas vor das Schlafzimmerfenster vorsprang, hatte sich der Efeu Raum gebahnt. Der Mieter fühlte sich wegen des Efeus stark gestört. Er bemängelte insbesondere, dass es durch die nistenden Vögel zu Verschmutzungen durch Vogelkot komme. Auch Lärm verursachten die Vögel. Schließlich fühlte sich der Mieter auch durch vom Efeu angezogenes Ungeziefer belästigt. Er minderte daher die Miete um monatlich 40,- EUR.

Vermieter klagt auf Nachzahlung der geminderten Miete

Der Vermieter klagte vor dem Amtsgericht Köpenick auf Zahlung der vom Mieter einbehaltenen Miete. Das Amtsgericht Köpenick gab dem Vermieter Recht und verurteilte den Mieter zur Zahlung der restlichen Miete (hier: 12 Monate x 40,- Euro = 480,- Euro).

Amtsgericht Köpenick kann keinen Mietminderungsgrund erkennen

Das Amtsgericht konnte keinen zu einer Mietminderung berechtigenden Mangel (§ 535, 536 BGB) feststellen. Es läge keine erhebliche Minderung der Gebrauchstauglichkeit der Mietsache vor. Die Verschmutzungen durch die Vögel und der Vogellärm würden zu keiner Mietminderung berechtigen. Auch das Ungeziefer nicht. Der Sachverhalt wäre hier entsprechend zu beurteilen, als wenn direkt vor dem Schlafzimmerfenster des Mieters ein Straßenbaum stünde. Auch dann dürfte der Mieter nicht mindern. Zu einer grünen Großstadt gehörten auch Spinnen und Ameisen. Diesbezüglich würde sich der Mieter auch mit einem Fliegengitter vor dem Schlafzimmerfenster wehren.

Zimmer sind hell - Keine wesentliche Lichteinschränkung durch den Efeu

Der Efeu ranke nicht weit an die Fenster heran. Die Helligkeit der Zimmer sei nicht wesentlich beeinträchtigt. Soweit vereinzelt mal Zweige an die Fenster heranragen würden, könnte der Mieter diese einfach - ohne großen Aufwand - abschneiden.

Werbung

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 31.07.2013
Quelle: ra-online, Amtsgericht Köpenick (zt/WuM 2013, 422/pt)

Dokument-Nr.: 16177 Dokument-Nr. 16177

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Das Grundeigentum - Zeitschrift für die gesamte Grundstücks-, Haus- und Wohnungswirtschaft (GE)
Jahrgang: 2013, Seite: 751
GE 2013, 751
 | Zeitschrift: Immobilien- und Mietrecht (IMR)
Jahrgang: 2013, Seite: 365
IMR 2013, 365
 | Zeitschrift: Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)
Jahrgang: 2013, Seite: 422
WuM 2013, 422

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: http://www.kostenlose-urteile.de/Urteil16177

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0
 
Sie brauchen Hilfe vom Profi?

Kommentare (0)

 
 

Werbung

Drucken
Das könnte Sie auch interessieren ...


Werbung