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Amtsgericht Köln, Urteil vom 27.09.1988
201 C 457/87 -

Unzumutbare Gerüche berechtigten zur Mietminderung

Frettchen ist kein Haustier

Geht von einer Nachbarswohnung ein "bestialischer" Gestank aus, so rechtfertigt dies eine Mietminderung von 45 % der Kaltmiete. Dies hat das Amtsgericht Köln entschieden.

Im zugrunde liegenden Fall minderte der Mieter einer Mietwohnung den Mietzins. Er beklagte Schäden am Fenster sowie Gestank aus einer Nachbarwohnung. In der Nachbarwohnung wurde ein Frettchen gehalten.

Mangel der Mietsache lag vor

Das Amtsgericht Köln entschied zu Gunsten des Mieters. Die Minderung der Miete war aufgrund bestehender Mietmängel gerechtfertigt. Aus der Nachbarwohnung hat es zeitweise "bestialisch" gestunken und die Fenster waren faul, morsch und nicht mehrt dicht.

Frettchen verursacht Gestank

Ein Frettchen ist nach Ansicht des Gerichts kein Haustier, sondern ein marderähnliches Tier, welches normalerweise außerhalb einer Wohnung gehalten wird. Es war daher nicht ungewöhnlich, dass von ihm, anders als von Hunden, unzumutbar Gerüche ausgehen.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 27.09.2012
Quelle: Amtsgericht Köln, ra-online (zt/WuM 1989, 234/rb)

Dokument-Nr.: 14189 Dokument-Nr. 14189

Fundierte Fachartikel zum diesem Thema beim Deutschen Anwaltsregister:

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Wohnungswirtschaft und Mietrecht (WuM)
Jahrgang: 1989, Seite: 234
WuM 1989, 234

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

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