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Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 15.04.2005
33 C 1726/04-13 -

Recht zur Mietminderung von 5 % bei lärmenden, fußballspielenden Jugendlichen - Kein Verschließen der Haustür nachts

Nächtliche unverschlossene Haustür begründet kein Minderungsrecht

Der Mieter einer Wohnung kann seine Miete um 5 % der Nettomiete mindern, wenn von fußballspielenden Jugendlichen eine Lärmbelästigung ausgeht. Ist die Haustür nachts oft unverschlossen begründet dies kein Minderungsrecht. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt a.M. hervor.

In dem zugrunde liegenden Fall minderte der Mieter einer Erdgeschosswohnung seine Miete, da sich täglich vor dem Wohnhaus Jugendliche trafen, um lautstark Fußball zu spielen. Zudem war die Haustür regelmäßig in der Nacht unverschlossen. Da die Vermieterin das Minderungsrecht nicht anerkannte, kam der Fall vor Gericht.

Recht zur Mietminderung wegen Lärmbelästigung bestand

Das Amtsgericht Frankfurt a.M. bejahte ein Minderungsrecht aufgrund der Lärmbelästigung durch die fußballspielenden Jugendlichen. Es hielt eine Minderungsquote von 5 % der Nettomiete für angemessen.

Mietminderung für auf den Balkon fallenden Dreck

Das Amtsgericht Frankfurt am Main sprach dem Mieter weitere 2,5 % Mietminderung für Belästigungen durch herabfallenden Dreck des über ihn wohnenden Mieters zu. Dieser Dreck fiel von über dem Balkon des Mieters liegenden Wohnung auf den Balkon des Mieters.

Nachts unverschlossene Haustür rechtfertigt keine Mietminderung

Der Umstand, dass nachts regelmäßig die Haustür unverschlossen war, habe nach Ansicht des Amtsgerichts keine Mietminderung gerechtfertigt. Zwar sei es richtig, dass eine abgeschlossene Haustür besser gegen Einbruch sichert als eine bloß durch Zuschnappen gesicherte Haustür. Zur Sicherung gegen unbefugten Gebrauch des Hausflurs und zur Verringerung der Einbruchsgefahren genüge aber eine Hauseingangstür mit Schnappschloss (AG Hamburg, WuM 1994, 676). Das Amtsgericht Frankfurt am Main wollte ausdrücklich der gegenteiligen Meinung, wonach der Vermieter dafür Sorge zu tragen habe, dass die Haustür ab 20 Uhr verschlossen zu halten ist, nicht folgen (AG Tempelhof-Kreuzberg, MM 1990, 232). Zudem müsse beachtet werden, dass eine abgeschlossene Haustür eine tödliche Gefahr im Brandfall darstellt.

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© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 07.04.2014
Quelle: Amtsgericht Frankfurt a.M., ra-online (zt/NJW 2005, 2628/rb)

Dokument-Nr.: 18010 Dokument-Nr. 18010

Aktuelle Urteile aus dem Mietrecht
Fundstellen in der Fachliteratur: Zeitschrift: Neue Juristische Wochenschrift (NJW)
Jahrgang: 2005, Seite: 2628
NJW 2005, 2628
 | Neue Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht (NZM)
Jahrgang: 2005, Seite: 617
NZM 2005, 617

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

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Kommentare (1)

 
 
jmk schrieb am 08.04.2014

Darf das ein Anwalt als Einwurfsendung zur Information allen Mieter einwerfen, die in seiner Umgebung in der Nähe von Schwimmbad, Tennisplatz und ähnlichem wohnen und funktioniert das auch bei Flugzeug und anderem Verkehrslärm? Wurde etwas zur erforderlichen durchschnittlichen oder mindest - Lautstärke gesagt und wie oft eine etwaige Mindestlautstärke pro Monat erreicht werden muss? Gilt das auch, wenn ein Abkömmling des Mieters mitspielt oder der Mieter den Jugendlichen einen Kasten Bier spendiert? Es kann doch sicher auch anderes als Fussball sein. Mein Gott, da läuft dem Anwalt und den Mietern ja nachgerade "das Wasser im Mund zusammen".

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